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Windkraft und Vogelschutz verbinden

Von dpa

Windräder können Vögel in Gefahr bringen. Forschende wollen ihnen und zugleich den Betreibern der Anlagen helfen.

Stefan Puchner/dpa

Geislingen/Donzdorf (dpa) – Müssen Windräder stillstehen, um Vögel zu schützen? Auf diese Frage wollen Forschende jetzt eine Antwort finden.

Denn das Problem ist: Halten Windräder an, um Vögeln den Weg freizumachen, liefern sie keinen Strom. Andererseits möchte niemand, dass Vögel und Fledermäuse sterben, weil sie gegen Windradflügel stoßen. In Süddeutschland startet deshalb am Montag ein Forschungsprojekt auf einem Testfeld für Windkraftanlagen.

Die Fachleute wollen dort zum Beispiel herausfinden: Wie gut erkennen Vögel die sich drehenden Flügel in der Landschaft? Eine Vermutung ist, dass die Tiere das bei bestimmten Geschwindigkeiten können. Stimmt das wirklich, könnte es reichen, die Anlagen zu verlangsamen, wenn Vögel vorbeiziehen. Ganz abschalten wäre dann nicht nötig. «Das wäre für Windenergiebetreiber eine wichtige Frage», erklärt einer der Forschenden. Vielleicht lässt sich auch herausfinden, ob Vögel mit der Zeit ihre Wege ändern, um Windräder zu umfliegen.

© dpa-infocom, dpa:240422-930-114981/1