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Wichtiger Schritt für gleiche Chancen an Schulen

Von dpa

Wie gut man in der Schule ist, hängt oft mit den Eltern zusammen und wo man herkommt. Doch das ist unfair! Ein neues Förderprogramm soll für gleiche Chancen an Schulen sorgen.

Bernd Weißbrod/dpa

Auf die Plätze, fertig, los! Bei einem Wettrennen laufen alle an der gleichen Startlinie los. Nur so ist es fair. Mithilfe solcher Regeln soll erreicht werden, dass alle die gleichen Chancen haben. Man sagt auch Chancengleichheit dazu. Um Chancengleichheit geht es auch immer wieder beim Thema Schule.

Untersuchungen von Fachleuten zeigen: Kindern fehlt es häufig an gleichen Chancen, wenn es darum geht, in der Schule erfolgreich zu sein. Oft hängt es mit den Eltern zusammen: Kinder gehen selten aufs Gymnasium, wenn ihre Eltern eine andere Schulform besucht haben, wenig Geld verdienen oder Schwierigkeiten mit Deutsch haben. 

Das aber ist ziemlich unfair. Der Erfolg von Kindern in der Schule sollte unabhängig von der Lage der Eltern sein. So lautet das Ziel eines neuen Förderprogramms namens Startchancen-Programm. Es wurde am Freitag in Berlin beschlossen und soll zum Schuljahr 2024/2025 starten. Zuvor hatten Politikerinnen und Politiker monatelang darüber verhandelt.

Das Ergebnis: Etwa 4000 Schulen und Berufsschulen sollen in den nächsten zehn Jahren mit zusätzlichem Geld gefördert werden. Dafür sind rund 20 Milliarden Euro geplant. Mit diesem Geld sollen Schulen in Gegenden verbessert werden, in denen eher Kinder mit schlechteren Chancen leben. Die Schülerinnen und Schüler sollen vor allem beim Lesen, Schreiben und in Mathematik gestärkt werden.

Florian Fabricius von der Bundesschülerkonferenz lobt die Entscheidung: «Das Programm schafft es, die Schulen zu erreichen, die es am ehesten brauchen.» Doch es gibt auch Kritik.

Die Geldsumme reiche nicht aus, um die vielen Probleme an Schulen zu lösen. «Wir haben tropfende Decken, wir haben schimmelnde Toiletten, wir haben Klassenzimmer, in denen wir nicht lernen können», sagte Florian Fabricius. Für solche Probleme sei das Geld aus dem Förderprogramm aber nicht gedacht.

© dpa-infocom, dpa:240202-99-848477/2