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Wenig Geld für Musiker

Von dpa

Wer seine Songs auf Plattformen wie Spotify oder Deezer anbietet, verdient damit meist sehr wenig Geld. Doch die Musik dort nicht hochzuladen, ist für Musikerinnen und Musiker auch keine gute Idee.

Als Familie zahlt man rund 15 bis 20 Euro. Dafür kann man dann so viel Musik hören, wie man möchte. So läuft es bei Plattformen fürs Streaming (gesprochen: striming) wie Spotify oder Apple Music. Für viele Familien ist das ein ziemlich gutes Geschäft, schließlich haben dadurch alle in der Familie Zugriff auf Millionen verschiedene Lieder. Doch für die Künstler hinter den Songs ist das Geschäft meist weniger gut.

Eine Studie hat jetzt gezeigt: Vom Streaming können viele Musiker nicht leben. Befragt wurden Künstler, die nicht berühmt sind. Sie machen den Großteil der Musikerinnen und Musiker aus, denn nur wenige werden zu Superstars.

Weniger als einen Cent

In Deutschland hat vor ein paar Tagen der Rapper LGoony auf das Problem aufmerksam gemacht. «Ein Stream bei Spotify bringt 0,3 Cent», erzählt der Musiker über seine Erfahrung. In seinem Fall bedeutet das: Damit LGoony einen Euro verdient, muss jemand über 15 Stunden lang seine Lieder hören. «Das ist sehr, sehr, sehr, sehr viel.» Der Rapper sagt, er wisse deshalb nicht, wie lange er noch Musik herausbringen könne. 

Aufs Streaming zu verzichten, ist für die Künstler aber auch keine gute Idee. «Musiker sind in hohem Maße auf Streaming angewiesen», erklärt Robert Prey. Er ist der Autor der Studie. Denn auf den Plattformen können Menschen neue Musiker leicht entdecken. Die Plattformen schauen, welchen Geschmack ihre Hörerinnen und Hörer haben. Dann schlagen sie ihnen neue Künstler vor, die passen könnten. 

Gespräche über eine Lösung

Viele Musiker fordern deshalb schon länger, dass die Plattformen sie gerechter für ihre Musik bezahlen. Im Sommer soll es dazu Gespräche zwischen Plattenfirmen und Streaming-Anbietern geben.

© dpa-infocom, dpa:260412-930-934405/1