
Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist die AfD in Umfragen die stärkste Partei. Das bereitet manchen Menschen Sorgen. Warum das so ist und was sich durch die AfD ändern könnte, erfährst du hier.

Viele Menschen machen sich Gedanken darüber, welche Partei sie bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wählen sollen.

Menschen protestieren in Sachsen-Anhalt gegen die AfD.

Zu einer Wahlkampfveranstaltung der AfD sind viele Menschen gekommen.
Ein Fest der Demokratie: So nennen manche Fachleute eine Wahl. Denn zu einer Demokratie gehört, dass bei Wahlen die Macht alle paar Jahre neu vergeben wird. Am 6. September wird im Bundesland Sachsen-Anhalt gewählt. Manche Menschen befürchten, dass genau dieser Tag die Demokratie gefährden könnte. In Sachsen-Anhalt liegt die AfD nämlich in Umfragen vorn. Einige Menschen haben Angst vor einer Regierung mit der AfD. Andere wünschen sich aber genau das.
Ein Fußballplatz vor Ort ist vielen wichtig
«Wir leben in einer Zeit mit viel Unsicherheit», sagt Politikwissenschaftler Thomas Bräuninger von der Uni Mannheim. Dabei geht es um Frieden und Arbeitsplätze, aber auch um den Alltag. «Manche Menschen fragen sich zum Beispiel, ob es in ihrer Stadt noch genug Schulen oder Fußballplätze geben wird.» All das bereitet den Leuten Sorgen. Davon profitiert die AfD. Denn die Partei macht schlaue Werbung für sich, findet der Experte. In Orten, wo andere Parteien kein Büro mehr haben, zeigt sich die AfD. So ist sie dort sehr präsent.
Die AfD war noch nie Teil einer Regierung und niemand weiß, ob sie Probleme lösen würde. Trotzdem wünschen sich einige Menschen die AfD an der Macht. Gleichzeitig will kaum eine Partei mit ihr zusammenarbeiten. Thomas Bräuninger erklärt: Die AfD habe teils Ziele, die die anderen Parteien ablehnen. Sie wolle auch die Spielregeln verändern. Diese stehen im Grundgesetz. Das ist das wichtigste Gesetz in Deutschland. Es legt zum Beispiel fest, dass Minderheiten geschützt werden.
Die AfD sagt unter anderem, dass sie mehr Menschen abschieben will, die aus dem Ausland zu uns gekommen sind. Die Gegner sagen: So könnten Leute abgeschoben werden, die zu Deutschland gehören und hier bleiben sollen. Diese Menschen könnten zum Beispiel in vielen Berufen fehlen.
Die Regierung kann bestimmen, welche Schulbücher gelesen werden
Im Bundesland Sachsen-Anhalt würde sich die AfD wohl erst mal mit Bildungspolitik beschäftigen. «Die AfD könnte den Lehrplan ändern und sagen, welche Schulbücher gelesen werden», erklärt der Experte. Einige Leute befürchten, dass dann im Schulunterricht nicht mehr genug über Geschichte gelernt wird. Die AfD kann allerdings nicht die Spielregeln für ganz Deutschland ändern. Dazu brauche sie die anderen Parteien, sagt Thomas Bräuninger. «Und die wollen die Spielregeln lieber behalten.»
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