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Warum ein paar Regentage nicht reichen

Von dpa

Nach wochenlanger Trockenheit kommt jetzt Regen. Was bedeutet das für Tiere, Pflanzen und Menschen?

In den vergangenen Wochen haben Dürre und Hitze viel Schaden angerichtet. Flüsse trockneten aus, Pflanzen auf den Feldern verdorrten und Wildtiere fanden schwer etwas zu trinken. Nun haben Wetter-Fachleute für Deutschland kühlere Temperaturen und Regenschauer für die kommenden Tage angekündigt. 

Super, könnte man denken. Dann regnet es jetzt, und alles ist wieder gut. Doch ganz so einfach ist es nicht. 

Tagelanger Regen nötig

Um die Trockenheit wieder etwas auszugleichen, müsste es tagelang kräftig regnen. Das sagt ein Fachmann für Grundwasser über den Südwesten Deutschlands. Grundwasser ist zum Beispiel Regenwasser, das tief in die Erde sickert und sich dort sammelt. Menschen pumpen es ab, um Trinkwasser zu gewinnen. «Wir brauchen einen Regen, der einem den Urlaub so richtig versaut», erklärt der Fachmann. Dann würden sich die Grundwasser-Speicher wieder etwas füllen. 

Fürs Getreide kommt der Regen zu spät. Denn die Landwirte haben schon geerntet. Allerdings kann der Regen den Pflanzen nützen, die jetzt noch wachsen. Dazu zählen etwa Äpfel oder Kohl. Auch den Pflanzen, die bereits Samen gebildet haben, hilft Feuchtigkeit. Denn der Samen verdorrt nicht so leicht. So kann daraus im nächsten Frühjahr eine neue Pflanze wachsen. 

Mit feuchten Nasen besser riechen

Wildtieren nützen kühlere Temperaturen und Regen ebenfalls. Die Trockenheit hat die Nasen beispielsweise von Wildschweinen und Rehen ausgetrocknet. Deshalb können die Tiere Gerüche schlechter wahrnehmen. Sie brauchen diese Fähigkeit aber, um sich zurechtzufinden und Nahrung zu suchen. Ist es feuchter, kommt der Geruchssinn zurück, und die Tiere werden wieder aktiver.

© dpa-infocom, dpa:260821-930-562543/1