
Bei den Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern dürfen Jugendliche schon ab 16 Jahren wählen. Doch nicht überall in Deutschland ist das so. Sollte man das ändern?

Auf einer Demo fordern Menschen ein Wahlrecht ab 16 Jahren.

In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wird bald gewählt. Dann dürfen auch 16-Jährige mitentscheiden.

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Die Menschen in Deutschland haben ein Recht, das nicht viele Menschen auf der Welt haben: Sie dürfen wählen gehen, weil sie in einer Demokratie leben. Wer in Deutschland 18 Jahre alt ist, darf an der Bundestagswahl teilnehmen. In manchen Bundesländern dürfen Jugendliche zur Landtagswahl sogar schon ab 16 wählen. In Mecklenburg-Vorpommern und Berlin ist das zum Beispiel jetzt der Fall. Dort finden am 20. September die Wahlen statt. Manche fordern: Wahlen sollten in Deutschland überall ab 16 erlaubt sein. Was spricht dafür und was dagegen?
Dafür
Die Befürworter sagen, dass sich junge Menschen ab 16 schon für Politik interessieren. Daher sollen Jugendliche auch das Recht haben, bei Wahlen mitzubestimmen. Es geht schließlich um die eigene Zukunft. Außerdem würden sich die Parteien dann auch mehr um Themen für Jugendliche kümmern, sagen Befürworter.
In anderen Bereichen haben Jugendliche in diesem Alter schon wichtige Rechte und Pflichten. Man darf zum Beispiel einen Moped-Führerschein machen oder entscheiden, ob man sich als Organspender registrieren lässt. Die Menschen sagen deshalb: Wenn man mit 16 schon reif für diese Entscheidungen ist, ist man es auch für eine Wahl.
Dagegen
Gegner sagen, dass eine Wahl mit 16 Jahren zu früh kommt. Schließlich darf man andere Dinge erst ab 18, zum Beispiel alleine einen Handyvertrag abschließen. Außerdem finden manche, dass Schülerinnen und Schüler mit 16 noch nicht genug Wissen haben, um an einer Wahl teilzunehmen.
Einige Leute befürchten auch, dass ein Wahlalter ab 16 die Ungleichheit verstärken könnte. Sie sagen, dass Jugendliche nicht wählen gehen, wenn zu Hause wenig über Politik gesprochen wird. Daher müssten die Schulen mehr politische Bildungsarbeit leisten. Aber dafür gibt es im Lehrplan zu wenig Zeit, sagen Kritiker.
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