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Unterwegs mit einem echten Schatzsucher

Von dpa

Einen richtigen Piratenschatz würde Carsten Konze gerne noch finden. Hier erzählt der Schatzsucher, was er schon alles entdeckt hat und was mit seinen Funden passiert.

Oliver Berg/dpa

Bei dir piept’s wohl! Zu Carsten Konze passt dieses Sprichwort ziemlich gut, aber nicht wegen seiner eigentlichen Bedeutung. Wenn der Mann auf Schatzsuche geht und es bei ihm piept, hat er etwas gefunden. Das zeigt ihm sein Metalldetektor. Als er vor etwa elf Jahren so ein Gerät zum Geburtstag bekam, fing seine Leidenschaft für die Schatzsuche an. Mittlerweile hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. Hier erzählt er, was er schon alles ausgebuddelt hat und was er noch gerne finden würde.

Was war Ihr wertvollster Schatz, den Sie jemals gefunden haben?

Carsten Konze: «Mein wertvollster Fund ist mit Sicherheit die römische Fibel, die ich 2022 gefunden habe. Die war aus Gold, mit vielen ganz kleinen Goldkügelchen versehen. Die Fibel muss man sich vorstellen wie eine kleine Sicherheitsnadel. Die Römer haben damit ihren Umhang befestigt. Also das war schon ein besonderes Schmuckstück aus der damaligen Zeit. Der Fund kommt ins Museum und hat auch eine schöne Belohnung für mich eingebracht.»

Gibt es Dinge, die man nicht behalten darf, sondern abgeben muss?

Carsten Konze: «Das ist unterschiedlich von Bundesland zu Bundesland. In Nordrhein-Westfalen ist es so, dass wenn ein Gegenstand von einer besonderen wissenschaftlichen Bedeutung ist, dann kann der unter das sogenannte Schatzregal fallen. Dann sagt der Staat: Das gehört jetzt nicht mehr dir, sondern das gehört mir. Und im Idealfall sollte es so sein, dass der Sucher dafür belohnt wird.»

Ist es Ihnen ab und zu peinlich, mit dem Metalldetektor herumzulaufen?

Carsten Konze: «Es gab mal komische oder peinliche Momente. Ich habe zum Beispiel mal dritte Zähne gefunden, da ist ja auch Metall dran. Das war schon ein bisschen skurril. Oder wenn ich am Strand zwischen Badegästen suche, das ist dann auch manchmal ein bisschen komisch. Aber wenn ich dann mit 50 Euro Kleingeld nach Hause gehe, dann ist mir das wieder doch nicht peinlich. Also peinlich ist es mir eigentlich nie.»

Und was wollen Sie unbedingt noch mal finden?

Carsten Konze: «Es gibt tatsächlich noch ein paar Dinge auf meiner Liste. Unter anderem ist es die echte Schatzkiste. Also ich habe schon mal einen Schatz gefunden mit mehreren Hundert Münzen. Aber so eine richtige Piraten-Schatzkiste, die will ich noch finden.»

Was hatte es denn mit den Hundert Münzen auf sich?

Carsten Konze: «Das war von einem Landwirt. Der hatte damals in den 90ern mit seinen Enkeln Schatzsuche gespielt. Es gab auch diese Schatzkarte. Aber die haben den Schatz nicht wiedergefunden. Da war eine Uhr drin von dem Landwirt und mehrere Hundert D-Mark-Münzen. Er hatte mich irgendwann gefragt, ob ich da helfen kann. Das hat drei Tage gedauert, aber das war natürlich ein ganz besonderer Moment.»

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