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Spiel des Jahres: Pöppel mit Superkraft

Von dpa

Wenn ein Brettspiel einen Preis bekommt, interessiert es mehr Spiele-Fans. Das merken Verlage sofort. Der Pöppel für das «Spiel des Jahres» auf dem Karton ist eine Art Zauberzeichen.

Die Auszeichnung «Spiel des Jahres» ist ein großer Pöppel. So nennt man die typischen Spielfiguren, die man aus Brettspielen kennt: kleine Kugel auf kegelförmigem Körper. Am Sonntagabend wurden die Pöppel für das Jahr 2026 verliehen.

Lastwagen voller Spiele

Über den Preis freuen sich neben den Autorinnen und Autoren auch die Verlage. Sie drucken den Pöppel dann auf den Karton des Spiels. «Der Pöppel ist wie ein kleines Zauberzeichen, das dafür sorgt, dass das Spiel in ganz vielen Kinderzimmern landet», sagt eine Mitarbeiterin eines Spiele-Verlags.

Denn ein Spiel mit so einer Auszeichnung wird viel häufiger verkauft, erklärt sie: «Stell dir vor, statt einem kleinen Berg von Spielen wird ein ganzer Lastwagen voll davon verkauft!»

Pöppel hilft beim Entscheiden

Zweimal im Jahr steigen die Verkaufszahlen besonders stark an. «Wenn im Sommer verkündet wird, welches Spiel gewonnen hat, wollen es viele sofort ausprobieren», sagt die Expertin. Der zweite Zeitpunkt ist zur Weihnachtszeit. «Das ist der Moment, in dem der Pöppel seine Superkraft zeigt. Wenn Eltern oder Großeltern ein Geschenk suchen, aber gar nicht genau wissen, welches Spiel gerade modern ist, suchen sie nach dem Pöppel.»

Den finden sie dieses Jahr auf dem Wort-Spiel «Dito». Es wurde zum «Spiel des Jahres» gekürt. Es geht darum, so zu denken wie anderen. Die Auszeichnung «Kinderspiel des Jahres» ging an «Die Insel der Mookies». Mookies sind Fabelwesen, die im Spiel gesammelt werden.

In der Kategorie «Kennerspiel des Jahres» bekam das Legespiel «Rebirth» einen Pöppel. Spiele, die etwas schwieriger zu meistern sind, werden Kennerspiele genannt. Sie richten sich an erfahrene Spielerinnen und Spieler.

© dpa-infocom, dpa:260713-930-377856/1