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Sparen für die Zukunft der Kinder

Von dpa

Wer krank ist, bekommt Hilfe in Deutschland. Aber die Kosten für die Gesundheit sind hoch. Die Regierung will sparen und süße Getränke teurer machen.

Im Kühlschrank sollte noch eine Schüssel Pudding stehen. Aber irgendjemand hat schon davon gefuttert. Für alle anderen bleibt nur noch eine kleinere Portion. Das fühlt sich blöd an, oder?

Was im Kleinen zu Hause gilt, könnte man auf Probleme Deutschlands übertragen. Wir leben zwar in einem der reichsten Länder der Welt. Aber viele Menschen fragen sich: Reicht der Wohlstand auch für die Zukunft? Wird es Kindern und jungen Menschen in einigen Jahren genauso gut gehen, oder ist weniger für sie da? 

Gesundheit kostet viel Geld

Das betrifft unter anderem die Kosten für die Krankenversicherung der Menschen. Bei den meisten Leuten wird das Geld dafür direkt vom Lohn abgezogen. Die Beträge sind inzwischen ziemlich hoch. Trotzdem fehlt den Krankenkassen Geld. Nun könnten entweder die Beiträge für alle erhöht werden oder Änderungen im Gesundheitssystem beschlossen werden. Die Regierung entschied am Mittwoch: Sie will Änderungen im Gesundheitssystem.

Zucker kostet extra

Leute, die regelmäßig ein Medikament brauchen, müssen dafür in der Apotheke dann wohl einige Euro mehr bezahlen. Eine weitere Änderung: Verdient bei einem Ehepaar nur einer von beiden Geld, war bisher der andere kostenlos mit in der Krankenversicherung. Das wird in vielen Fällen abgeschafft. Kinder bleiben aber kostenlos mitversichert. 

Zum Plan gehört außerdem: Wer süße Limos und Colas herstellt, soll extra Geld an den Staat zahlen. Denn der viele Zucker darin kann dick und auf Dauer krank machen. Die hunderte Millionen Euro aus der Zuckerabgabe sollen an die Krankenkassen gehen.

Der Plan soll dafür sorgen, dass auch in Zukunft genug Geld da ist, um Kranken zu helfen. Noch sind die Pläne der Regierung kein Gesetz. Es könnten sich Teile ändern. Denn nicht alle, die darüber entscheiden, sind damit einverstanden. Die Regierung plant aber, dass ihre Gesundheitsreform bald Gesetz wird.

© dpa-infocom, dpa:260429-930-9567/1