
Du willst einen richtig überzeugenden Aprilscherz erzählen, aber dein Gesicht verrät den Scherz jedes Mal? Dann hast du jetzt noch Zeit zum Üben!

Aprilscherze können Spaß machen.

Wenn der Aprilscherz gelingt, gibt’s viel zu lachen.
Och nee! Schon wieder aufgeflogen! Für den Aprilscherz hast du dir so viel Mühe gegeben und trotzdem haben ihn alle durchschaut? Dieses Jahr wird am 1. April alles anders: mit einem perfekten Pokerface.
Wer ein Pokerface macht, versucht seine Gefühle nicht zu zeigen. Der Name kommt vom Glücksspiel Poker. Beim Poker wollen die Spieler nicht, dass die Gegner an ihrem Gesicht ablesen können, ob sie gute oder schlechte Spielkarten haben. Deshalb versuchen sie, ihren Gesichtsausdruck zu kontrollieren.
Unser Gesicht verrät nämlich mehr als wir denken. Ein sogenanntes Pokerface zu machen, ist deshalb gar nicht so einfach.
Blick in die Gefühlswelt
Der Experte für Körpersprache Dirk Eilert erklärt: «Ein gutes Pokerface zu machen, klappt nur, wenn man seine Gefühle gut kontrollieren kann.» Das liegt daran, wie unser Gehirn mit unserem Gesicht verbunden ist. «In unserem Gehirn entstehen Gefühle in einem Bereich, der eine Art geheime Abkürzung zu den Muskeln im Gesicht hat.» Deshalb wäre unser Gesicht oft schneller als der Verstand, erklärt der Experte.
Bestimmte Stellen in unserem Gesicht können Hinweise auf unsere Gefühle geben. «Unsere Augenbrauen führen oft ein Eigenleben. Sie bewegen sich, ohne dass wir es wollen oder merken», erklärt der Experte. «Wenn wir traurig sind, ziehen wir oft die Innenseiten der Augenbrauen hoch». Aber auch unsere Augen geben einen Einblick in unsere Gefühlswelt. «Bei Freude lachen unsere Augen nämlich mit», sagt Dirk Eilert. Wer sich also zu sehr über seinen Aprilscherz freut, könnte durchschaut werden!
Ein guter Aprilscherz
Für einen gelungenen Aprilscherz hat der Experte einen Tipp:
Man soll sich vorstellen, wie man sich fühlen würde, wenn der Scherz wirklich passiert wäre. «So machen das ja auch Schauspieler, wenn sie eine Rolle spielen.»
Nehmen wir an, du willst deine Eltern am 1. April hereinlegen und ihnen erzählen, dass dir in der Küche alle Eier heruntergefallen sind. Dann solltest du dir vor deinem Scherz überlegen, wie sich das anfühlen würde. Vielleicht wärst du unsicher oder leicht erschrocken. Das zeigt sich dann auch in deinem Gesichtsausdruck. «Dann wirkt das viel überzeugender», sagt der Fachmann.
Lügen erkennen
Und was mache ich, um nicht auf den Aprilscherz von anderen hereinzufallen? Auch da hat der Fachmann einen Tipp: «Fragen zu stellen, mit denen die Person nicht rechnet.» Dann hat man die Chance, die Person zu verwirren und es kommt es vielleicht zu Widersprüchen. So kann man den Lügner überführen.
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