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Schlechte Luft durch Waldbrände

Von dpa

An mehreren Orten Deutschlands brennen Wälder. Das merken sogar Leute, die weiter weg wohnen. Feuerwehrleute sind unermüdlich im Einsatz.

Ein Feuer ist gerade gelöscht, da breitet sich ein anderes aus. Aus mehreren Bundesländern kamen zuletzt beunruhigende Nachrichten von Waldbränden. 

Mancherorts klingelte auch die Warn-App auf dem Handy mit einem Hinweis, obwohl das Feuer recht weit entfernt war. Aber man konnte es riechen. Dann sollten die Menschen dort die Fenster ihrer Wohnung schließen zum Schutz vor Rauch.

Fenster zu bei Rauch

Denn nicht nur Flammen sind gefährlich. Auch Rauch kann schädlich sein, wenn man ihn in die Lunge einatmet. Davon kann man Husten bekommen oder Probleme mit den Augen, Kopfschmerzen oder sogar Schwierigkeiten zu atmen.

In Monschau an der Grenze zum Land Belgien wurde den Bewohnern deshalb sogar empfohlen, ihren Ort zu verlassen. Nur wenige Kilometer entfernt im Nachbarland Belgien brannte es am Wochenende auf großer Fläche. Die Feuerfront im Naturschutzgebiet erstreckte sich am Sonntagmorgen auf einen Kilometer Breite, berichteten Reporter. Die Rauchwolke war riesig. 

Gute Nachrichten gab es dagegen aus der Gegend Hürtgenwald im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Feuerwehr meldete keine offenen Flammen mehr, hatte aber noch damit zu tun, Glutnester zu löschen. Auch die Bewohner des Stadtteils Gey konnten in ihre Häuser zurück, die sie zur Sicherheit verlassen hatten.

Wütender Minister

Dass es teilweise so heftig brennt, hat mit der Trockenheit der vergangenen Monate zu tun. Aber ausgelöst werden Feuer in den meisten Fällen von Menschen.

Ein Minister in Nordrhein-Westfalen äußerte sich deshalb sehr wütend. «Irgendein Idiot hat das Feuer verursacht», sagte er beim Besuch in Hürtgenwald. Er nannte Leute verantwortungslos, die einfach irgendwas wegwerfen. Denn ein kleiner Funke zum Beispiel von einer weggeworfenen Zigarette kann eine Menge Schaden anrichten.

© dpa-infocom, dpa:260816-930-538112/1