
Navi Pillay hat sich jahrzehntelang für die Menschenrechte eingesetzt. Nun bekommt die Frau aus Südafrika den Friedensnobelpreis.

Navanethem Pillay wird mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Navanethem Pillay hat sich über Jahrzehnte für Menschenrechte stark gemacht.
Das Publikum ist gespannt, die Kameras klicken. Gleich verrät ein Mann in der norwegischen Hauptstadt Oslo ein Geheimnis: Wer wird diesmal den Friedensnobelpreis bekommen? Viele halten ihn für die wichtigste Auszeichnung der Welt.
Den hätten so einige Menschen gern, es werden auch immer viele vorgeschlagen. Doch der Mann am Rednerpult nennt nur einen einzigen Namen: Navanethem Pillay. Viele nennen die Frau einfach Navi. Sie ist 85 Jahre alt und stammt aus dem Land Südafrika.
Mutig gegen Unrecht
Navi Pillay wuchs in einem armen Viertel der Stadt Durban auf. In Südafrika herrschte damals Apartheid. Das war ein System, in dem Menschen nach ihrer Hautfarbe sortiert wurden: Weiße bekamen fast alle Rechte, alle anderen weniger. Das galt auch für Navi Pillay.
Obwohl es ihr schwer gemacht wurde, wurde Navi Pillay Anwältin. Sie eröffnete als eine der ersten nicht-weißen Frauen des Landes eine eigene Kanzlei. Sie verteidigte Menschen, die gegen die Apartheid kämpften.
Gegen die Apartheid kämpfte auch Nelson Mandela. Weil er sich gegen die Regierung auflehnte, saß er viele Jahre im Gefängnis. Die Gefangenen durften kaum mal von Anwälten besucht werden. Navi Pillay zog deshalb vor Gericht und gewann. Von da an durfte auch Nelson Mandela mit Anwälten sprechen. Er kam schließlich frei und erhielt vor mehr als 30 Jahren den Friedensnobelpreis. Kurz darauf wurde er Präsident von Südafrika.
Und Navi Pillay? Sie wurde Richterin an einem hohen Gericht Südafrikas. Später kämpfte sie bei den Vereinten Nationen für die Menschenrechte. Für ihren Einsatz für Frieden und Völkerrecht wird sie nun geehrt. Überreicht wird der Preis am 10. Dezember in Oslo.
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