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Neues Gesetz für mehr Gerechtigkeit

Von dpa

Doreen Fiedler/dpa

Eigentlich hat Deutschland schon ein Lieferkettengesetz. Es regelt, dass große Firmen mit Sitz in Deutschland für faire Arbeitsbedingungen sorgen müssen. Dabei ist es egal, wo sie etwas herstellen, also ob in Europa oder in anderen Teilen der Welt. So soll etwa Kinderarbeit verhindert werden.

Wäre es nach Deutschland gegangen, hätte mit dem Gesetz alles so bleiben können, wie es ist. Doch am Freitag stimmten die Staaten der Europäischen Union (abgekürzt: EU) für ein neues, gemeinsames Lieferkettengesetz. Die anderen Staaten überstimmten Deutschland dabei. Das bedeutet: Wird das Gesetz am Ende in der EU eingeführt, wird es auch bei uns gelten.

Das europäische Gesetz ist umfassender als das deutsche. Einige deutsche Politikerinnen und Politiker befürchten, dass Firmen wegen der neuen Regeln aus Europa wegziehen könnten. Deswegen hatten sie darauf gedrängt, dass Deutschland dem Gesetz nicht zustimmt. Andere freuten sich jedoch nach der Abstimmung. Ein Fachmann sagte: «Ab jetzt zeigt Europa: Europäische Produkte stehen für Menschenrechte und faire Produktion.»

© dpa-infocom, dpa:240315-99-353637/2