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Krank auf dem Ferienschiff

Von dpa

Auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff haben sich mehrere Menschen mit einem Virus angesteckt. Hier kommen die wichtigsten Fragen und Antworten zum Hantavirus, über das plötzlich viele sprechen.

Die Menschen auf dem Kreuzfahrtschiff wollten Urlaub auf dem Meer machen. Ihre Reise ging von Argentinien in Südamerika über den Atlantik Richtung Afrika. Doch dann wurden auf der «Hondius» Menschen krank, drei starben. Sie hatten sich mit dem Hantavirus angesteckt. Wie gefährlich das ist und was nun passiert, erfährst du hier.

Was ist das für ein Virus?

Es gibt mehrere Typen Hantaviren. Sie können unterschiedlich schwere Krankheiten auslösen, schreiben die Fachleute vom Robert Koch-Institut. Die Viren, die bei uns in Deutschland vorkommen, führen meist zu einem milden Krankheitsverlauf. Das Virus wird durch Nagetiere wie Ratten und Mäuse übertragen. Die scheiden es zum Beispiel mit dem Kot aus. Menschen können sich anstecken, wenn sie Staub mit solchen Viren einatmen.

Welcher Hantavirus ist das auf dem Schiff?

Das Virus ist der Anden-Typ. Das sind südamerikanische Hantaviren. Bei ihnen ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch zwar auch selten, aber möglich, sagen Fachleute. Wer sich ansteckt, leidet zum Beispiel an Übelkeit, Erbrechen und Husten oder sogar einer Lungenerkrankung. In Südamerika sterben öfter Menschen an Hantaviren. Es wird vermutet, dass Passagiere, die vorher in Südamerika unterwegs waren, die Viren mit an Bord gebracht haben.

Was ist mit den anderen Menschen auf dem Schiff?

Etwa 150 Menschen sind noch an Bord. Sie sollen keinen Kontakt zu anderen Leuten haben, um Ansteckung zu vermeiden. Deswegen musste das Schiff zunächst vor der Westküste Afrikas warten. Einige Menschen werden bereits von Ärztinnen und Ärzten behandelt. Seit Mittwochabend ist das Schiff auf dem Weg zur spanischen Insel Teneriffa. Dort gibt es ein spezielles Krankenhaus.

Könnten sich noch viel mehr Menschen anstecken?

Die Gefahr, dass sich nun weltweit Menschen mit diesem Virus anstecken, sei sehr klein, sagen Fachleute der Weltgesundheitsorganisation. Das Virus verhalte sich nicht wie ein hoch ansteckendes Atemwegsvirus, sagt ein weiterer Experte. Man kann diesen Fall also nicht mit der Corona-Zeit vergleichen.

© dpa-infocom, dpa:260507-930-47683/1