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Klage wegen Unterrichtsausfalls

Von dpa

Die einen lernen, bei den andern fallen die Stunden aus. Das ist ungerecht, findet ein ehemaliger Schüler und geht vor Gericht.

In 405 Stunden hätte Elija Walk eine Menge in der Schule lernen können. Hat er aber nicht, denn die 405 Unterrichtsstunden fielen aus. Drei Jahre lang haben er und seine Familie diese Stunden gezählt. 

Die Ausfälle sind ungerecht, findet Elija Walk, der mittlerweile studiert. Manche Themen aus der Abiturprüfung seien im Unterricht gar nicht behandelt worden, sagt er. «Dann wird man frustriert oder wütend, obwohl man gar nichts dafür kann.»

Bildung soll für alle gleich sein

Er selbst hat als Schüler versucht, Unterrichtsstoff selbstständig zu lernen, mit Büchern oder Videos auf YouTube. Doch das machen nicht alle. Außerdem braucht man dafür auch oft die Unterstützung seiner Familie. Das können aber nicht alle Familien leisten. 

Deshalb hat Elija Walk das Bundesland Rheinland-Pfalz verklagt. Es ist für die Schulen dort verantwortlich. Denn er findet: Das Land muss dafür sorgen, dass alle die gleiche Bildung erhalten. Sonst wird es ungerecht.

© dpa-infocom, dpa:260922-930-726037/1