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Kinder malen jetzt Blumen statt Gewehre

Von dpa

In dem afrikanischen Land Sudan ist seit drei Jahren Krieg. Millionen Menschen mussten fliehen. Sehr viele von ihnen sind Kinder. Wie geht ihr Leben weiter?

Das kleine Mädchen mit dem rosa Kleid lacht und hüpft. Es dreht sich zu der Musik aus dem Lautsprecher. Auch andere Kinder tanzen mit. Sie sind in einem Flüchtlingslager im afrikanischen Land Tschad. Eine Hilfsorganisation für Kinder hat dort einen geschützten Raum für sie eingerichtet.

Drei Jahre Krieg

Die Kinder kommen aus dem Sudan, wo seit drei Jahren Krieg herrscht. Wegen der Kämpfe ist es dort nicht mehr sicher. Die Schulen sind geschlossen. In vielen Gebieten gibt es nicht mehr genug Lebensmittel. Millionen Menschen sind geflohen. 

In ihren Städten und Dörfern im Sudan, aber auch auf der Flucht, haben sudanesische Kinder schlimme Dinge gesehen. Häuser und ganze Orte brannten nach Angriffen. Es herrschte viel Gewalt. In dem geschützten Bereich des Flüchtlingslagers, können sie versuchen, wieder an schöne Dinge zu denken und zur Ruhe zu kommen.

Malen und basteln

In einer Ecke sitzen Kinder auf dem Boden und malen oder basteln, es gibt auch ein paar Spielsachen. «Als wir hier mit der Arbeit begannen, haben sie Flammen und Gewehre gemalt», sagt Kefa Mayange von einer Kinderrechtsorganisation. «Heute malen sie Blumen.»

Im Flüchtlingslager sind die Kinder sicher vor dem Krieg, aber das Leben ist trotzdem schwierig. Es gibt nur wenig Wasser und viele können nur einmal am Tag essen, weil die Lebensmittel knapp sind. Das Lager liegt in der Halbwüste. Es ist 40 Grad heiß und staubig. 

Zu wenig Schulen

In dem Lager gibt es nur zwei Schulen. Eine dritte Schule wird gerade gebaut. Die Lehrerinnen und Lehrer sind ebenfalls Flüchtlinge. Sie sind froh, wieder in ihrem Beruf arbeiten zu können. Aber: «Viele Kinder im Lager können nicht zur Schule, weil es zu wenig Plätze gibt», sagt der 13 Jahre alte Ebrahim. Er gibt das, was er in der Schule lernt, an seine Geschwister und Nachbarskinder weiter. «Ich möchte einmal Lehrer werden», erzählt er.

© dpa-infocom, dpa:260413-930-937902/1