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Kinder lernen in Gaza schwimmen

Von dpa

Im Krieg konnten viele Kinder im Gazastreifen kaum spielen und Zeit mit Freunden verbringen. Ein Schwimmtraining bringt nun ein bisschen Alltag zurück.

Für Kinder ist das Leben im Gazastreifen im Nahen Osten schwer. Denn dort gab es bis vor kurzem Krieg. Inzwischen gibt es eine Waffenruhe, aber keinen richtigen Frieden. Um eine Auszeit vom schwierigen Alltag zu bekommen, können Mädchen und Jungen seit diesem Sommer an Schwimmkursen teilnehmen.

Hunderte Kinder haben bereits Schwimmen gelernt. Auch der elf Jahre alte Mohammed. «Das Schönste ist es, mit anderen Kindern zusammen zu sein», sagt er. «Wir schwimmen, rennen um die Wette, lachen miteinander.» 

Mohammed kann beim Schwimmen einfach mal Kind sein

Im Krieg hatte der Elfjährige kaum Zeit für Freunde. Oft musste Mohammed stattdessen lange anstehen, um Essen zu holen. Wegen der Kämpfe mussten er und seine Familie mehrmals fliehen. Er habe auch große Angst vor den Bombenangriffen gehabt, sagt der palästinensische Junge. 

Auch die ebenfalls elf Jahre alte Samiha liebt den kostenfreien Schwimmunterricht, den mehrere Trainer am Strand erteilen. Am Anfang habe sie sich aber kaum ins Wasser getraut, gibt sie zu. Auch Samiha und ihre Familie mussten im Krieg flüchten und leben nun in einem Zelt. Dort kann es jetzt im Sommer sehr heiß werden. Das Schwimmen im Meer bietet da Abkühlung. 

Vor knapp drei Jahren begann der Krieg

Für Samiha ist der Unterricht auch eine Ablenkung von den Erlebnissen im Krieg. Sie denke dann nur noch an das Training. «Und nicht mehr an Dinge, die mir Angst machen.»

Zu dem Krieg ist es gekommen, weil die Terrorgruppe Hamas vor fast drei Jahren das Land Israel überfallen und dort viele Menschen getötet hat. Sie hat auch Menschen aus Israel in den Gazastreifen entführt. Die sind inzwischen wieder frei.

Israel reagierte mit Gegenangriffen auf die Hamas im Gazastreifen. Dabei sind Zehntausende Menschen gestorben, auch Unschuldige. Außerdem wurden sehr viele Häuser zerstört. Manchmal gibt es jetzt immer noch Angriffe.

Mohammed wünscht sich, dass der Krieg endet und alle Kinder wieder Zeit zum Spielen und Lernen haben.

© dpa-infocom, dpa:260831-930-607926/1