
In vielen Schulen sind die Klos heruntergekommen. Wer etwas dagegen tun will, bekommt jetzt Unterstützung.

Sind die Klos in einem schlechten Zustand, wollen viele Kinder sie lieber nicht benutzen.

Sauber, abschließbar und mit Toilettenpapier: So sollte eine Schultoilette sein.

Diese Schule in der Stadt Unna hat mit ihren Klos sogar schon einem Preis gewonnen.
Hast du gestern das Schul-Klo benutzt? Fast die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler in Deutschland würde mit Nein antworten. Das hat wenig damit zu tun, dass sie nicht auf Klo mussten. In vielen Schulen sind die Toiletten so eklig oder kaputt, dass Kinder und Jugendliche sie nicht benutzen wollen. Da müsste man doch etwas tun, denken viele. Doch was und wie?
Antworten gibt es auf einer neuen Internetseite. Sie wurde jetzt von der German Toilet Organization vorgestellt. Diese Organisation setzte sich unter anderem für bessere Schul-Toiletten ein. Die Seite soll allen helfen, die etwas an der Klo-Situation ihrer Schule ändern wollen.
Kein schöner Anblick
Wie nötig das ist, weiß Jakob Zierep von der Bundesschülerkonferenz. Er war dabei, als die neue Seite vorgestellt wurde. Kaputte Türschlösser, Gestank, Verschmutzung, fehlendes Toilettenpapier: «Diese Probleme beeinflussen den Alltag von Schülerinnen und Schülern in ganz Deutschland», sagt er. Bislang hätten viele den Eindruck, nicht ernst genommen zu werden. «Da entsteht die Frage: Müssen wir selbst aktiv werden?»
Mit Hilfe der neuen Seite geht das jetzt einfacher. Egal, ob Schüler, Lehrkräfte, Hausmeister oder Eltern: Wer sich für bessere Klos einsetzen will, findet auf www.toiletten-machen-schule.de viele Infos und eine Anleitung. Die Anleitung besteht aus vier wesentlichen Schritten: Ein Team gründen, die konkreten Probleme an der Schule feststellen, Lösungen planen und diese umsetzen.
Gute Beispiele
Die Seite zeigt auch, welche Lösungen andere Schulen gefunden haben. Oft geht es darum, die Räume umzugestalten und sich gemeinsam darum zu kümmern. Es könne helfen, als Klasse zum Beispiel reihum die Seife aufzufüllen oder Kontrolldienste zu machen, meint die Leiterin des Projekts, Svenja Ksoll.
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