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Gegen Hass im Netz kämpfen

Von dpa

Ein Mensch beschimpft oder bedroht einen anderen im Internet. Das passiert regelmäßig. Die Organisation «HateAid» hilft Opfern von Hass im Netz. Ihre Mitgründerin erklärt, wie.

In den sozialen Medien postet jemand ein Foto von sich. Eine andere Person kommentiert das extrem fies: Sie beschimpft und bedroht den Menschen auf dem Foto. Andere können die schlimmen Worte mitlesen. Das fühlt sich nicht gut an.

«Im Internet gibt es eine Menge Gewalt», sagt Anna-Lena von Hodenberg. Deswegen hat sie die Organisation «HateAid» mitgegründet. Das heißt auf Deutsch in etwa Hilfe bei Hass. Dass es davon weniger im Internet gibt, dafür möchte Frau von Hodenberg mit ihrem Team sorgen.

Was man gegen Hass im Netz tun kann

Denn wer Hass oder Gewalt im Netz erlebt, sollte das nicht ignorieren. Bleib damit nicht alleine, rät Anna-Lena von Hodenberg. Wichtig sei, dass man sich Hilfe von außen suche. Das können Eltern, Lehrkräfte oder Freundinnen und Freunde aus der Schule sein. Es gibt auch extra Beratungsstellen für Kinder und Jugendliche.

Beleidigungen oder Bedrohungen im Netz unterscheiden sich von denen in der realen Welt. Online können alle mitlesen. Anna-Lena von Hodenberg erklärt: «Oftmals kriege ich das aus dem Netz auch nicht so schnell raus. Das heißt, es bleibt da erst einmal für eine ganze Zeit und verfolgt mich weiter.» Wie solche Inhalte gelöscht werden können, dazu berät «HateAid» unter anderem betroffene Menschen. Gemeinsam suchen sie nach Lösungen.

Für mehr Liebe im Internet

Bevor man etwas im Internet schreibt, sollte man gut überlegen. «Denk daran: Auf der anderen Seite ist auch eine Person, die du verletzen kannst», sagt Frau von Hodenberg. Sie wünscht sich, dass die Leute freundlicher und besser miteinander umgehen: «Das Gegenteil von Hass ist Liebe. Und ich finde, dass wir im Internet viel mehr Liebe brauchen.»

© dpa-infocom, dpa:260430-930-16248/1