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Gefährliche Bombe im Einsatz

Von dpa

Im Krieg gegen Russland setzt das Land Ukraine nun Streubomben ein. Dabei haben viele Länder, wie auch Deutschland, diese gefährliche Waffe längst verboten. Warum, erklären wir hier.

Anas Alkharboutli/dpa

Die Mehrheit der Länder dieser Welt ist gegen den Einsatz von sogenannter Streumunition. Dennoch setzt das Land Ukraine diese Art Waffe nun im Kampf gegen Russland ein. Das wurde am Donnerstag bekannt.

Russland hat sein Nachbarland Ukraine vor fast 17 Monaten angegriffen. Seitdem befinden sich beide Länder im Krieg. Warum die Ukraine nun Streumunition einsetzt und was das überhaupt ist, erfährst du hier.

Was ist Streumunition?

Streumunition ist eine Waffe, die sehr viel Schaden anrichten kann. Meist besteht sie aus einer kleinen Metallbüchse, die viele Minibomben enthält. Häufig wird Streumunition aus Flugzeugen abgeworfen oder etwa aus Raketenwerfern geschossen. Explodiert dann die Metallbüchse, verteilen sich die kleinen Bomben darin auf einer großen Fläche. Die vielen Treffer gleichzeitig sehen Militärs als Vorteil.

Welches Problem haben viele Länder mit dieser Art Waffe?

Häufig explodieren viele der Minibomben gar nicht direkt. Sie landen stattdessen zum Beispiel irgendwo auf einem Feld und bleiben lange Zeit unentdeckt liegen. Auch Jahrzehnte später können diese Bomben noch hochgehen. Häufig reicht dafür eine kleine Berührung, zum Beispiel, wenn Spaziergänger sie finden. Eine Explosion kann dann schwere Verletzungen verursachen. So können Streubomben noch fürchterliche Folgen für die Menschen haben, wenn ein Krieg längst vorbei ist.

Mehr als 100 Länder haben Streumunition deswegen verboten. Auch Deutschland hat den Vertrag dazu unterschrieben. Die USA, die Ukraine und Russland allerdings nicht. Die USA haben Streumunition auch vor Kurzem an die Ukraine geliefert.

Warum setzt die Ukraine diese Waffe ein?

Die Ukraine kam in den vergangenen Wochen im Kampf gegen den Angreifer Russland nur mühsam voran. Die Ukraine meint, es brauche diese Waffen dringend zur Verteidigung. So will es etwa durch Russland besetzte Gebiete befreien. Fachleute sagen zudem: Russland nutzt für seine Angriffe schon längst Streumunition.

Die Ukraine hat aber zugesagt, diese Waffe nicht gegen russische Gebiete zu benutzen. Auch zivile Einrichtungen sollen nicht beschossen werden. Mit zivil ist in diesem Fall alles gemeint, was nicht militärisch ist, also etwa Wohnhäuser.

© dpa-infocom, dpa:230721-99-485439/2