
Wie kann es mehr Frieden auf der Welt geben? Einige Institute für Friedensforschung haben ein Gutachten dazu vorgestellt. Eine Expertin erklärt, wie man selbst ein wenig dazu beitragen kann.

Ursula Schröder hat das Friedensgutachten vorgestellt.

Das Friedensgutachten beschreibt jedes Jahr die Konflikte auf der Welt.

Im Krieg werden oft Häuser zerstört. Viele Menschen leiden darunter.

Ursula Schröder ist Direktorin am Institut für Friedensforschung.
In vielen Ländern leiden Menschen wegen Kriegen und Konflikten. Ursula Schröder ist Direktorin am Institut für Friedensforschung. Sie forscht dazu, wie es mehr Frieden auf der Welt geben kann.
Sie haben am Montag ein Gutachten über die Kriege in der Welt veröffentlicht. Warum gibt es gerade so viele Konflikte?
Ursula Schröder: «In unserem Gutachten haben wir 61 bewaffnete Konflikte in 36 Ländern gezählt. So viel Gewalt wie jetzt hat es seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr gegeben. Manche Konflikte gibt es schon lange. Andere kamen neu hinzu. Es geht dabei häufig um Rohstoffe, um Kontrolle über Land oder um mehr Macht.»
Was muss geschehen, um wieder für mehr Frieden zu sorgen?
Ursula Schröder: «Es geht nicht nur darum, die Waffen zum Schweigen zu bringen. Frieden heißt auch, dass Menschen keine Gewalt erfahren, genug zum Essen haben, Kinder zur Schule gehen können und gerecht behandelt werden. Das zu erreichen, ist das Ziel von Friedenspolitik. Hierbei können Profis helfen, zwischen den Parteien zu vermitteln. Jedoch wird die Welt von Mächten geführt, die gar kein Interesse haben, ihre Kriege zu beenden.»
Heißt das, manche Leute wollen lieber Krieg als Frieden?
Ursula Schröder: «Ja, manche Anführer wollen keinen schnellen Frieden, wenn sie glauben, durch den Krieg etwas gewinnen zu können. Für die allermeisten Menschen aber ist Krieg eine Katastrophe. Häufig wünschen sich große Teile der Bevölkerung, zum Beispiel Familien oder auch viele Soldaten, dass der Krieg endet.»
Was können wir selbst für mehr Frieden in der Welt tun?
Ursula Schröder: «Frieden fängt im Kleinen an. Das ist nicht einfach so dahergesagt. Das ist wissenschaftlich belegt. Ein friedvoller Umgang verbessert unser Miteinander. Dazu gehört fair streiten, anderen zuhören, niemanden ausgrenzen, keine Lügen verbreiten und bei Hass nicht mitmachen. Das beginnt in der Schule, im Verein und der Nachbarschaft und wird schließlich herausgetragen in die Welt.»
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