// lieferbeginn readonly Skip to main content

Fatma-Nur will nie wieder ein Erdbeben erleben

Von dpa

Vor einem Jahr ist das Haus von Fatma-Nur eingestürzt. Schuld war ein Erdbeben. Heute lebt das Mädchen in einem Container.

Boris Roessler/dpa

Das Zuhause von Fatma-Nur hat gemütliche Teppiche und ein Sofa. Aber es gibt nur wenig Platz, und die Wände sind dünn. Denn die Dreijährige lebt mit ihrer Familie in einem Container statt in einem Haus.

Das richtige Haus von Fatma-Nur ist vor einem Jahr eingestürzt. Damals erschütterten mehrere Erdbeben einen Teil der Länder Türkei und Syrien. Mehrere Millionen Menschen in beiden Ländern waren von den Erdbeben betroffen. Etwa 60 000 Menschen starben sogar.

Ganze Dörfer aus Containern

Weil damals so viele Häuser eingestürzt sind, leben nun Hunderttausende Menschen in Container-Dörfern. Derzeit werden in der Türkei viele neue Häuser gebaut, damit die Menschen bald wieder ein richtiges Zuhause haben. Aber so schnell, wie das ursprünglich versprochen wurde, geht es nicht voran.

Fatma-Nur und ihre Familie kamen nach den Erdbeben erst eine Weile in einem Zelt unter. Aber dort war es schwierig. Der Regen kam ins Zelt rein, und es gab nicht immer genug zu essen. Im Wohn-Container ist es besser. Aber auch da kommt manchmal der Regen durch.

Nur ein Körbchen voll Spielzeug

Die Dreijährige wünscht sich ein richtiges Bett, denn gerade schläft sie auf einer Matratze in der Küche. Ihr fehlt ein eigenes Kinderzimmer. Ihre Spielsachen hat sie in einem Körbchen. Ihr liebstes Spielzeug ist eine kleine Plastiktasse. Sie denkt sich Spiele damit aus und tut so, als koche sie ihrer Mama Tee. 

Bis heute muss Fatma-Nur oft an das Erdbeben denken. Sobald es ein bisschen wackelt, hat sie Angst, dass es wieder ein Erdbeben gibt. Das passiert zum Beispiel, wenn das Sofa sich etwas bewegt, wenn ihre Mama neben ihr aufsteht. Ein Erdbeben will Fatma-Nur nie wieder erleben!

© dpa-infocom, dpa:240204-99-866468/2