
Ein Verein hilft Kindern, denen das Lernen schwerfällt. Sie werden von jungen Erwachsenen betreut. Diese werden dafür ausgebildet und dürfen ein Jahr lang kostenlos zusammen wohnen.

Vor dem Lernen spielen Kinder und Paten miteinander.

Die Kinder lernen in Gruppen.

Die Bundesfreiwillige Paula (rechts) hilft Dina. Das Konzept ist so angelegt, dass sowohl die Kinder als auch die Paten profitieren.
Mathe und Deutsch findet Dina schwer. «Aber ich bin schon besser geworden», sagt die neunjährige Schülerin. Sie übt seit einem Jahr mit ihrer Bildungspatin Paula. «Das macht Spaß», sagt Dina. Die beiden machen bei einem Projekt in der Stadt Duisburg mit.
Der Verein «Tausche Bildung für Wohnen» hatte die Idee: Kinder, die Schwierigkeiten beim Lernen haben, bekommen Bildungspaten zugeteilt. Das sind junge Erwachsene, die vor kurzem selbst noch zur Schule gegangen sind. Als Patinnen und Paten dürfen sie dafür ein Jahr lang zusammen in einer Wohnung wohnen, ohne Miete zu bezahlen.
Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Klassen
Die Kinder, die Hilfe brauchen, haben zum Beispiel zu Hause mehrere Geschwister, mit denen sie sich ein Zimmer teilen. Sie haben wenig Ruhe zum Lernen. Oder sie haben in der Schule Probleme, weil sie aus anderen Ländern gekommen sind und ihnen die deutsche Sprache noch schwerfällt. Fachleute finden es wichtig, dass Kinder Lern-Lücken möglichst früh füllen. Später wird das Aufholen schwieriger.
In der Stadt Duisburg treffen sie sich jeden Tag in einem großen Haus. 40 bis 60 Jungen und Mädchen aus den Klassen 1 bis 7 sind dabei. Die meisten Kinder kommen direkt nach der Schule. Dann dürfen sie erst mal toben und laut sein. Es gibt einen Tischkicker, ein paar Musikinstrumente, einen Gemüsegarten.
Nach dem Spielen üben dann alle: vor allem Lesen, Schreiben und Rechnen. In kleinen Gruppen arbeiten die Kinder still und konzentriert. Aber: «Wir sind keine Nachhilfeschule», erklärt die Gründerin des Vereins. Sie sagt, dass es auch schon in anderen Städten solche kostenlosen Angebote gibt: zum Beispiel in Dortmund, Essen, Gelsenkirchen oder Hamburg.
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