
Eine bessere Zukunft: Die erhoffen sich viele Menschen vom Land USA. Aber der neue Präsident will weniger Einwanderer hineinlassen. Deshalb kommt Elisabeth jetzt nicht zu ihrem Vater.

Elizabeth aus dem Land Guatemala vermisst ihren Papa, der seit mehr als einem Jahr in den USA arbeitet.

Elisabeth lächelt, obwohl sie traurig ist und ihren Vater vermisst.

Die elfjährige Elisabeth wartet in Mexiko darauf, zu ihrem Vater in den USA gelassen zu werden.

In Mexiko warten viele Familien darauf, in die USA einreisen zu können.

Zwischen den USA und Mexiko gibt es einen langen Grenzzaun, damit die Menschen die Grenze nicht überqueren.
Gelobtes Land, so wurden die Vereinigten Staaten von Amerika früher genannt: Noch heute zieht es viele Menschen dorthin, um zu arbeiten und ein besseres Leben zu haben. Darunter sind auch arme Familien. Für die Einreise in die USA brauchen sie aber eine Erlaubnis. Die ist oft schwer zu bekommen.
Manche der Migranten gehen deshalb heimlich über die Grenze, finden einen Job und bleiben. Nun will der neue Präsident der USA, Donald Trump, alle Leute ohne Aufenthaltserlaubnis in ihre Heimatländer zurückschicken.
Papa von Elizabeth lebt in den USA
Dazu gehören Menschen, die schon lange in den USA leben. Viele von ihnen arbeiten in Restaurants, pflücken Obst oder bauen Häuser. Jetzt machen sie sich Sorgen um ihre Zukunft.
Außerdem hat Donald Trump die Termine von Menschen abgesagt, die mit einer speziellen Erlaubnis ins Land wollten. Jetzt wissen viele nicht, was sie als Nächstes machen sollen. Sie haben eine lange und manchmal gefährliche Reise bis zur Grenze der USA hinter sich. Nun sitzen sie im Nachbarland Mexiko fest.
Aus Guatemala bis nach Mexiko
Die elf Jahre alte Elizabeth ist eine von ihnen. Sie kam mit ihrer Mutter und ihren neun und drei Jahre alten Brüdern aus Guatemala in Südamerika. Die Familie hatte einen Termin für die Einreise in die USA. Dort lebt und arbeitet der Papa seit mehr als einem Jahr. Alle vermissen ihn sehr.
Aber die neue Regierung hat alle Termine plötzlich abgesagt, auch den von Elizabeth und ihrer Familie. Seit einigen Tagen müssen sie deshalb in Mexiko in einer kleinen Unterkunft für Migranten in Ciudad Juárez leben.
Lächeln und traurig sein
Elizabeth ist traurig, obwohl sie immer lächelt. «Ich habe mir vorgestellt, wieder mit meinem Papa zusammen zu sein», sagt sie. «Nachts liege ich im Bett und weine, aber leise, damit meine Mutter mich nicht hört.» Sie findet es nicht richtig, was Präsident Donald Trump macht. «Er möchte uns Migranten nicht aufnehmen, aber viele Menschen möchten einfach nur arbeiten», sagt sie.
Die Mutter von Elizabeth weiß nicht, wie es weitergehen soll. «Ich sage meinen Kindern, sie sollen geduldig sein», sagt Evelin Vásquez. In der Unterkunft gibt es verschiedene Aktivitäten wie Malen und Mathe-Unterricht, damit sie sich nicht so sehr langweilen.
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