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Eine Acht um den Mond drehen

Von dpa

Vier Menschen reisen jetzt Richtung Mond. Die Aufregung um diese Mission ist groß. Denn sie soll helfen, eine feste Station auf dem Mond einzurichten.

Cape Canaveral (dpa) -Der deutsche Astronaut Matthias Maurer hätte sich am liebsten ins Raumschiff geschmuggelt. Dann wäre er jetzt auf der Reise zum Mond. Am Donnerstagmorgen unserer Zeit startete die Raumkapsel Orion vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im Land USA. 

«Ich habe schon zwischenzeitlich kurz überlegt: In der Toilette ist doch noch Platz, komme ich dann irgendwie rein?», scherzte Matthias Maurer. Dann wäre es aber wirklich sehr eng geworden. 

Kleine Kapsel für zehn Tage

Denn die Kapsel ist nur gute drei Meter hoch und hat einen Durchmesser von fünf Metern. Diesen Platz teilen sich eine Astronautin und drei Astronauten zehn Tage. In der Zeit fliegen sie zum Mond und zurück. Die Flugbahn sieht dabei aus wie eine Acht um Erde und Mond.

Meist fliegt die Orion-Kapsel automatisch. Aber das Team soll auch mal selbst steuern, um alles zu überprüfen. Zu ihrer Arbeit gehören zudem Tests der Technik an Bord und Checks der eigenen Gesundheit. Außerdem soll das Team Fotos von Erde und Mond nach Hause bringen. Landen wird das Team auf dem Mond nicht. 

Pläne für die Zukunft auf dem Mond

Die Aufregung über die Mission «Artemis 2» ist aus mehreren Gründen groß. Zum einen sind zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren Menschen zum Mond unterwegs. Zum anderen soll die Reise ein viel größeres Projekt der Weltraumbehörde Nasa vorbereiten: eine feste Station auf dem Mond, sodass sich irgendwann Menschen länger dort aufhalten könnten.

Übrigens sind zwar keine deutschen Astronauten an Bord, aber Technik aus Deutschland. So wurde in einer Raumfahrt-Werkstatt in Bremen ein Teil für die Kapsel gebaut. Es sichert die Energieversorgung für den Weg zum Mond.

© dpa-infocom, dpa:260402-930-898827/1