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Ein guter Kinderfilm muss sein Publikum ernst nehmen

Von dpa

In der Nacht zum Montag werden die wichtigsten Preise der Filmwelt vergeben: die Oscars. Ab und zu bekommt auch ein Kinderfilm einen ab. Aber was macht einen guten Kinderfilm eigentlich aus?

Sebastian Gollnow/dpa

Wenn die wichtigsten Film-Preise der Welt verliehen werden, geht es ständig um Erwachsene. Die Oscar-Statuen gehen fast immer an große Schauspielerinnen und Schauspieler sowie andere Leute aus der Filmwelt. Auch die Sieger-Filme richten sich meist an ein erwachsenes Publikum, nicht an Kinder.

Kinderfilme wieder für Oscar vorgeschlagen

Einen extra Oscar für Kinderfilme gibt es nicht. Aber immerhin: In der Kategorie animierter Spielfilm gewinnen sie häufig. Im Jahr 2020 hat beispielsweise der Film «A Toy Story» den Preis bekommen, zuvor auch «Die Eiskönigin» und ein «Spider-Man»-Film. Vielleicht klappt das auch diesmal wieder? In der Nacht von Sonntag auf Montag werden die Oscars im Land USA vergeben.

Große Leinwand und Popcorn

Obwohl es weniger Kinderfilme gibt als Erwachsenenfilme, heißt das nicht, dass Kinder seltener ins Kino gehen. Viele Kinder lieben es! Zum Beispiel wegen der großen Leinwand oder dem leckeren Popcorn und den Nachos. Zu den insgesamt am häufigsten gesehen Filmen zählten im vergangenen Jahr in Deutschland auch Kinderfilme, darunter «Der Super Mario Bros. Film» und «Elemental».

Kinderfilme sollen Kinderthemen behandeln

Doch was zeichnet einen guten Kinderfilm eigentlich aus? Das kann der Filmwissenschaftler Christian Rüdiger von der Freien Universität Berlin beantworten. «Ein guter und erfolgreicher Kinderfilm muss vor allem eine Sache wollen und auch richtig tun: sein Publikum ernst nehmen.» Er findet, die Filme müssten von Themen handeln, die für Kinder wichtig sind. Gleichzeitig müssten Kinder den Film gut verstehen können.

Filme sollen die Welt mit Kindern erforschen

Und natürlich: Ein Film muss Kindern gefallen. «Das ist gar nicht so einfach», sagt Christian Rüdiger. Kindern würden nämlich ganz unterschiedliche Themen und Filmarten gefallen. Wichtig sei auch, dass der Film den Kindern nicht eine erwachsene Sicht auf das Thema aufzwingen will. Stattdessen solle der Film mit den Kindern gemeinsam die Welt erforschen, findet der Wissenschaftler. Wichtig sei: «Fragen stellen, Dinge entdecken und das Gefühl geben, als Kind in der Welt ernst genommen und verstanden zu werden.»

© dpa-infocom, dpa:240307-99-255234/2