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Drei Minuten, um zu überzeugen

Von dpa

Einmal Erfinderin oder Erfinder sein: Das können Jugendliche beim Wettbewerb «Jugend gründet» ausprobieren. In Berlin haben einige von ihnen ihre Ideen vorgestellt.

Jugend gründet/dpa

Die Uhr neben Claudia zählt von drei Minuten runter. So viel Zeit hat sie, um ihre Idee der Jury und dem Publikum vorzustellen. Claudia ist 14 Jahre alt und macht dieses Jahr bei dem Wettbewerb «Jugend gründet» mit. Dort können unter anderem Schülerinnen und Schüler ihre Geschäftsideen vorstellen.

Claudia möchte Heimwerkerinnen und Heimwerkern die Arbeit mit einer Plattform im Internet erleichtern. Fehlt einem zum Beispiel ein 3D-Drucker, soll man dort jemanden finden können, der so einen Drucker hat und auch gleich das Ausdrucken übernimmt. Wie genau die Plattform funktionieren soll, erklärt sie in ihrem kurzen Vortrag am Mittwoch in Berlin. Danach stellt die Jury Fragen. Auch die Fragerunde dauert genau drei Minuten.

«Ich war schon ein bisschen aufgeregt, weil ‚Jugend gründet‘ war halt so etwas komplett Neues», sagt Claudia. «Aber Präsentieren an sich macht mir sehr viel Spaß, deshalb ging das eigentlich.» Mit Videos von anderen Gründerinnen und Gründern aus dem Internet hat sie sich auf den Tag vorbereitet.

Aber nicht nur um’s Präsentieren geht es bei dem Wettbewerb. Vorher mussten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer schriftlich erklären, wie das Unternehmen arbeiten soll. Also: Woher soll das Geld kommen? Oder: Wie viele Menschen müssen das Produkt nutzen, damit das Unternehmen genug Geld verdient? Das nennt man einen «Business-Plan». Auch wenn Erwachsene etwas gründen, machen sie vorher so einen Plan.

Ganz schön viel Aufwand! Trotzdem habe es sich gelohnt, sagt Claudia: «Ich finde, es ist ein richtig toller Wettbewerb, der auch viel über Wirtschaft beibringt.» Am Mittwoch belegt Claudia den dritten Platz. «Es hat sehr viel Spaß gemacht, auch die anderen Teams kennenzulernen und zu sehen, was sie gemacht haben.» Andere Jugendliche haben zum Beispiel ihre Ideen für ein Fahrrad-Navi oder ein Fischernetz aus Seetang vorgestellt.

Wer den Wettbewerb am Ende gewinnt, ist noch nicht klar. Das entscheidet sich erst im Finale im Sommer. Dorthin schaffen es nur die besten Ideen.

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