
Wie gut können Schülerinnen und Schüler lesen und rechnen? Das testen Fachleute regelmäßig in vielen Ländern. Die neuen Ergebnisse zeigen, dass sich in deutschen Schulen einiges ändern sollte.

Bei der Pisa-Studie werden 15-Jährige in vielen Ländern getestet.

Die neue Pisa-Studie wurde am Dienstag vorgestellt.

Die deutsche Bildungsministerin Karin Prien findet die Ergebnisse der Pisa-Studie besorgniserregend.
Wer in der Schule einen Test verhaut, fragt sich vielleicht: Wie konnte das passieren? Wie kann es nächstes Mal besser laufen? Bei diesem Test müssen sich die Verantwortlichen für Bildung in Deutschland diese Fragen stellen. Denn das Land hat bei der Pisa-Studie so schlecht abgeschnitten wie noch nie.
Die Pisa-Studie überprüft ungefähr alle drei Jahre, wie gut 15-Jährige lesen können und wie gut sie in Mathematik und den Naturwissenschaften sind. Schülerinnen und Schüler in vielen Ländern nehmen an den Tests teil. Die Ergebnisse kann man dann vergleichen. Am Dienstag wurden sie vorgestellt.
Ergebnisse erst besser, dann wieder schlechter
Die Bildungsministerin sagte dazu: «Was wir heute sehen, ist ohne jeden Zweifel ein besorgniserregender Befund.» Schon nach der ersten Studie im Jahr 2000 waren viele über die schlechten deutschen Ergebnisse schockiert. In den Jahren danach wurde es erst besser. «Und dann wurde das Thema Bildung nicht mehr ganz so wichtig genommen», sagt der Leiter der deutschen Studie. Die Ergebnisse wurden immer schlechter, auch in anderen Ländern. In Deutschland sei die Verschlechterung aber besonders deutlich.
Damit es wieder besser läuft, müsse man Ungleichheiten beseitigen. Studien zeigen, dass es in Deutschland einen großen Unterschied macht, aus was für einer Familie ein Kind kommt. Wer in einer ärmeren Familie aufwächst, hat meist schlechtere Chancen in der Schule. Das auszugleichen funktioniere in anderen Ländern besser als hier, sagt der Fachmann.
Außerdem ist es wichtig, Probleme beim Lernen früh zu entdecken. So könne man direkt gegensteuern. Dabei könnten Tests helfen. Diese sollen nicht benotet werden. Sie sollen zeigen, wo ein Kind steht und wo es Hilfe braucht.
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