
Mit dem Handynetz soll man bald nicht nur telefonieren. Es soll auch helfen, Menschen oder Gegenstände zu erkennen.

Vodafone präsentiert sich gerade auf einer Messe. Dort sagte der Mobilfunkanbieter: Tests für die neue Handy-Funktion waren erfolgreich.

Fledermäuse orientieren sich mit Hilfe von Echos.
Wenn Fledermäuse durch die Luft sausen, hilft ihnen das Echo, sich zurechtzufinden. Sie stoßen Laute aus und bekommen ein Echo zurück. Über das Echo wissen sie zum Beispiel: Da ist ein Baum im Weg.
Könnte so ein Radar auch Menschen helfen? Ja, sagten Mobilfunkanbieter. Sie arbeiten daran, eine Radarfunktion ins Handy einzubauen. Die Tests seien erfolgreich gewesen, sagte jetzt die Firma Vodafone. Mobilfunkantennen können Menschen oder Dinge erfassen. Dafür nutzen sie genau wie Fledermäuse eine Echoortung.
Im Krankenhaus helfen
Die neue Funktion könnte zum Beispiel in Roboter eingebaut werden. Diese könnten dann im Krankenhaus ein Bett schieben, ohne irgendwo gegen zulaufen. Auch bei Gedränge könnte die Radarfunktion helfen. Wenn zum Beispiel Fußballfans nach einem Spiel alle gleichzeitig zum Bahnhof laufen, kann die Radarfunktion das erkennen und die Menschen umleiten.
Bis es die Funktion tatsächlich auf Handys gibt, wird es aber noch ein paar Jahre dauern.
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