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Danke für ein neues Leben

Von dpa

Wenn ein Mensch stirbt, können seine Organe manchmal gespendet werden. Das rettet anderen Leuten das Leben. In Briefen berichten diese, wie es ihnen damit geht.

Die Menschen rechnen vielleicht nicht mehr damit, noch lange zu leben. Denn sie sind krank, bei ihnen funktioniert ein Organ nicht richtig. Doch dann kommt ein Anruf, der Hoffnung macht. Eine Klinik meldet sich und bietet ein Spenderorgan an. So ging es im vergangenen Jahr rund 3.000 Menschen in Deutschland. 

Das Organ wird den Menschen dann bei einer Operation eingesetzt. Das nennt man Transplantation. Die gespendeten Organe stammen in der Regel von anderen Menschen, die kurz zuvor gestorben sind. Sie hatten zum Beispiel einen Unfall. 985 Spenderinnen und Spender gab es im vergangenen Jahr. Bei vielen von ihnen wurden mehrere Organe entnommen.

Mit einem Brief bedanken

Wer der Spender oder die Spenderin ist, bleibt geheim. Allerdings können sich die Empfänger von Organen bei den Familien der Spender in Briefen bedanken, wenn diese das möchten. Um solche Briefe ging es am Mittwoch in der Stadt Frankfurt. In einem Brief bedankten sich zum Beispiel die Eltern eines schwer kranken Mädchens. «Nur durch Ihre lebensrettende, selbstlose Entscheidung hat unsere Tochter eine Zukunft», schrieb die eine Familie an die andere. In einem anderen Brief steht: «Sie haben mir ein unvergessliches Geschenk gemacht.» 

Die Zahl der Spenden reicht nicht

Die Leute in Frankfurt wünschen sich, dass sich mehr Menschen mit dem Thema Organspende beschäftigen. Doch das fällt vielen schwer. Sie wollen sich häufig nicht mit dem Tod auseinandersetzen. Das wäre aber wichtig, sagen Fachleute. Denn es warten jedes Jahr mehr Leute auf ein neues Organ, als es Spender gibt. 

Organe dürfen nur entnommen werden, wenn die Menschen vor ihrem Tod zustimmen. Dafür kann man zum Beispiel einen Ausweis ausfüllen. Auch Angehörige können nach dem Tod eines Menschen darüber entscheiden.

© dpa-infocom, dpa:260311-930-802323/1