
Die Kirche Sagrada Família ist außergewöhnlich: In ihrem Inneren scheint man im Wald zu stehen. Außen kann man Tiere und Figuren entdecken. Das wollte sich jetzt auch der Papst anschauen.

Die Türme der Sagrada Família ragen über die Stadt Barcelona.

Die Säulen erinnern an Bäume, die in den Himmel wachsen.

In Barcelona wurde der Papst von sehr, sehr vielen Menschen begrüßt.
Über 170 Meter ist der Jesus-Turm hoch. Doch noch ist der Aufzug nicht fertig. Da war Papst Leo XIV. vermutlich froh, dass er den Turm nicht erklimmen sollte, sondern am Boden blieb. Der Papst ist das Oberhaupt der katholischen Kirche. Gerade ist er zu Gast in der spanischen Stadt Barcelona. Am Mittwochabend wollte er dort eine Messe in einer der bekanntesten Kirchen der Welt abhalten: in der Sagrada Família.
Die Türme der Kirche ragen weit über die anderen Gebäude der Stadt hinaus. Der höchste Turm in der Mitte ist der Jesus-Turm. Auf dessen Spitze thront seit dem Februar ein riesiges Kreuz. Seitdem ist die Sagrada Família die höchste Kirche der Welt. Der Papst hatte am Mittwoch die Aufgabe, den Turm einzuweihen und zu segnen. Dabei wird zum Beispiel darum gebeten, etwas unter den Schutz Gottes zu stellen.
Kirche mit Schnecken
Der Papst ist einer von Millionen Menschen, die pro Jahr die Sagrada Família besuchen. Der Rummel um die Kirche hat auch mit der Gestaltung zu tun. Innen sieht es aus, als würden Bäume aus Stein in den Himmel wachsen. An den Außenwänden erzählen Figuren Geschichten aus der Bibel. Doch man kann auch Obst, Fabelwesen und riesige Schnecken dort entdecken!
Der Baumeister Antoni Gaudí entwarf die Kirche. Seine Idee: Die Kirche sollte auch denen die Geschichten aus der Bibel verständlich machen, die nicht lesen können. Heute können so gut wie alle Menschen in Spanien lesen. Doch als die Bauarbeiten an der Sagrada Família vor über 140 Jahren begannen, war das anders.
Noch nicht fertig
Kriege und Geldprobleme unterbrachten die Arbeiten immer wieder. In einigen Jahren aber soll die Sagrada Família endlich fertig sein. Der Baumeister Antoni Gaudí wird dann auf eine besondere Art dabei sein. Er starb zwar schon vor 100 Jahren. Trotzdem ist er noch immer Teil der Sagrada Família: Sein Grab liegt in einem unterirdischen Raum der Kirche. Dorthin wollte der Papst am Mittwoch hinabsteigen, um das Grab des berühmten Baumeisters zu besuchen.
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