
Wo sonst Autos rollen, radeln Kinder. Denn in ganz Deutschland finden gerade Fahrrad-Demos für Familien statt. Sie fordern bessere Wege.

Ada, Gaia und ihr Vater bereiten sich auf die Demo vor.

Gaia und Ada fahren mit ihren Rädern gerne in den Park.

Moritz mag Fahrräder lieber als Autos.

Für die Demo mussten die Autos Platz machen.

Für die Demo mussten die Autos Platz machen.
Die Zwillinge Ada und Gaia bringen zusammen mit ihrem Vater noch schnell eine Fahne an ihren Fahrrädern an. «Kidical Mass» steht darauf. So heißt die Fahrrad-Demo, an der die beiden Neunjährigen teilnehmen. Solche Demonstrationen finden im September in ganz Deutschland statt.
Bei der Demo in Berlin geht es mehr als sieben Kilometer durch die Stadt. Das Besondere bei den Aktionen von «Kidical Mass»: Die Kinder und ihre Familien fahren mitten auf der Straße, nicht auf Radwegen. Sie wollen so darauf aufmerksam machen, dass Kinder im Straßenverkehr mehr Platz bekommen sollten.
Kindern fordern sichere Radwege
«Ich mag Fahrradfahren», sagt Ada. Gaia und sie fahren zum Beispiel gerne in den Park. Aber: «Wenn es keinen Fahrradweg gibt, dann fühle ich mich unsicher», erklärt Ada. Auf der Demo fordern die Familien unter anderem, dass mehr sichere Radwege gebaut werden. Die Wege sollen breit genug und von der Straße getrennt sein. Außerdem dürfen die Radwege nicht einfach irgendwann aufhören. Sie sollen ein durchgehendes Netz bilden.
Der achtjährige Moritz würde die Straßen am liebsten ganz umbauen und zu Gehwegen und Fahrradwegen machen. «Weil ich Autos nicht so mag», erklärt er. Er ist mit seinen Eltern zur Demo gekommen. «Es ist cool, auf der Straße fahren zu dürfen, wo sonst nur die Autos unterwegs sind», findet Moritz.
Mit Plakaten und Trillerpfeifen unterwegs
Bevor die Demo startet, werden noch Plakate gemalt und Trillerpfeifen verteilt. Schließlich soll jeder sehen und hören, was die Kinder fordern. Dann setzt sich die Demo in Bewegung. Egal, ob im Lastenrad, mit dem eigenen Fahrrad oder im Kindersitz: Alle sind dabei. Denn heute müssen die Autos den Radfahrerinnen und Radfahrern Platz machen.
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