
In einem neuen Film reist die bekannte Hexe Bibi Blocksberg zurück ins 19. Jahrhundert. Hier erklärt eine Film-Fachfrau, wie solche Zeitreise-Filme entstehen.

Kostüme, Drehorte, Sprache: Über all das mussten sich die Filmemacher Gedanken machen.

Im neuen Kino-Film geht Bibi Blocksberg auf Zeitreise.
Alte Ballkleider, hochgesteckte Haare und ein Schloss: All das ist im neuen Bibi-Blocksberg-Film zu sehen. Am Donnerstag kommt «Bibi Blocksberg – Die total verhexte Zeitreise» ins Kino. Bibi macht darin ein Praktikum im Museum. Als dort eine alte Spieluhr geklaut wird, versucht sie den Diebstahl aufzuklären und landet dabei im Jahr 1887. Wie dreht man einen Film, der in einer ganz anderen Zeit spielt? Das weiß Johanna Bergel. Sie leitete als Produzentin die Planung des Films.
Prachtvolle Kleider
Damit es im Kino wirklich so aussieht, als sei Bibi in der Zeit zurückgereist, brauchten die Filmemacher die richtigen Kostüme. «Die Kostümbildnerin hat sich dafür viele historische Kostüme angeschaut. Wir hatten eine Übersicht mit Kleidern aus verschiedenen Jahrzehnten», erklärt Johanna Bergel. Davon haben sich die Filmemacher inspirieren lassen. Die Kostüme wurden dann extra für die Schauspieler geschneidert.
Viele Schlösser
Auch die Zimmer des Schlosses sollten so aussehen wie im 19. Jahrhundert. Dafür mussten die Filmemacher passende Drehorte finden. Was im Film aussieht wie ein Schloss, sind in Wahrheit viele verschiedene. «Der Kerker ist in einem anderen Schloss als der Ballsaal», verrät Johanna Bergel. Für die Einrichtung der Zimmer haben sich die Filmemacher viele alte Gegenstände ausgeliehen, etwa ein altes Tischchen oder die Kronleuchter.
Mädchen hatten weniger Freiheit
Sogar an der Sprache merkt man, dass der Film in einer anderen Zeit spielt. Auf dem Schloss lernt Bibi die Besitzerin der geklauten Spieluhr kennen, Fritzi von Klunkerburg. Wenn Fritzi im Film alte Wörter benutzt, klingt das manchmal lustig. Andere Dinge sind in der Vergangenheit gar nicht so witzig: Im Film soll Fritzi gegen ihren Willen ihren tollpatschigen Cousin heiraten. «Mädchen hatten damals viel weniger Chancen», sagt die Produzentin. Bibi hilft Fritzi dabei, die Hochzeit zu verhindern. «Es war uns wichtig zu zeigen, dass wir als Frauen und Mädchen dafür kämpfen, dass wir die gleichen Rechte haben wie Jungs.»
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