
Hunderttausende Menschen haben gemeinsam gleiche Rechte für alle gefeiert: egal, wen man liebt. Aber dann kam es in Berlin zu einem Angriff.

Menschen bringen Blumen in die Nähe des Tatorts in Berlin und zeigen ihre Trauer.

In Berlin hinterlassen Menschen Blumen und Nachrichten, um ihre Trauer über den Angriff auszudrücken.

«Liebe siegt» steht auf dem Schild an einem Baum in Berlin.

Abertausende Menschen feierten tagsüber den CSD in Berlin.
Mit so einem Ende für das große Fest hat wohl niemand gerechnet. Den ganzen Tag hatten hunderttausende Menschen den Christopher Street Day in Berlin gefeiert, kurz CSD. Sie tanzten, zogen in einer Parade durch die Stadt und bejubelten Stars auf einer Bühne.
Am späten Samstagabend war es damit von einer Sekunde auf die andere zu Ende. Denn es gab einen gewalttätigen Angriff am Rande der CSD-Feier. Ein Van fuhr in eine Gruppe von Menschen. Eine Frau kam ums Leben, mehrere Menschen wurden schwer verletzt.
Mann auf der Flucht
Vieles an dem Angriff ist noch unklar. Aber die Polizei hat einen Tatverdächtigen genannt: Der 21-jährige Mann ist auf der Flucht. Man kannte ihn bereits bei der Polizei, denn er war von einem Gericht verurteilt worden.
Die Ermittler gehen nun von einem islamistischen Terroranschlag aus. Das sagte der zuständige Bundesinnenminister am Sonntag in Berlin. Islamistisch bedeutet: extreme Ideen in der Religion Islam. Die Ideen richten sich gegen Werte und Rechte, die bei uns in Deutschland gelten.
Nachricht vom Bundeskanzler
Das Entsetzen über die Tat ist groß. In Berlin legten Menschen in der Nähe vom Tatort Blumen nieder, um ihre Trauer zu zeigen. Auch Promis wie Bill Kaulitz von Tokio Hotel schrieb in der Nacht, dass er an die Menschen beim CSD denke «Was für eine abscheuliche Tat in Berlin», schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz. «Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft.»
Beim CSD geht es um die gleichen Rechte aller Menschen, egal, wen sie lieben. Also zum Beispiel, ob zwei Männer oder zwei Frauen ein Paar sind. Meist ist der Tag eine Mischung aus fröhlich die Vielfalt feiern und gleichzeitig Gleichberechtigung fordern. Denn die musste erst erkämpft werden. Der CSD wird an vielen Orten der Welt begangen. Einige Städte kündigten bereits an, für ihren CSD noch einmal die Sicherheit zu überprüfen.
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