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Zu Weihnachten aus dem Gefängnis

15. Dezember 2016

Gemeinsam den Tannenbaum schmücken, Geschenke auspacken und jede Menge futtern: So sieht das Weihnachtsfest bei vielen Menschen aus.

Doch nicht jeder kann die Feiertage mit seiner Familie feiern. Manche sitzen im Gefängnis. Sie haben ein Verbrechen begangen und müssen dafür eine Haftstrafe verbüßen. Das Weihnachtsfest im Gefängnis zu verbringen, ist natürlich traurig.

Für einige Häftlinge gibt es an vielen Orten eine besondere Überraschung: Ihnen wird ein kleiner Teil ihrer Strafe erlassen - und sie kommen vor Weihnachten frei. Das nennt man Weihnachts-Amnestie. Amnestie bedeutet Strafmilderung, die durch ein Gesetz festgelegt wurde. Diese Amnestie gilt aber nicht für alle Häftlinge.

Sie müssen bestimmte Bedingungen erfüllen. Zum Beispiel muss ihre Strafe auch sonst bald zu Ende sein. Außerdem sollten sich die Leute im Gefängnis gut benommen haben. Wie der Straferlass genau geregelt ist, legt jedes Bundesland selbst fest.

Warum lassen viele Bundesländer Gefangene frei? Ein Richter aus Baden-Württemberg erklärt: «Jemand, der kurz nach Weihnachten entlassen werden soll, muss nicht bis Weihnachten im Gefängnis bleiben. Das nennt man einen Gnadenakt zu Weihnachten.»

Ein Experte aus Sachsen sagt: «Behördengänge und Wohnungssuche sind um die Weihnachtszeit schwer zu erledigen. Da hilft es, wenn die Gefangenen ein paar Tage vorher raus können.»

Aber auch die Gefängnisse haben etwas davon. Sie sind zu Weihnachten ein bisschen leerer, sagt ein Experte. So können auch mehr Mitarbeiter der Haftanstalten zu Weihnachten Urlaub geben.

dpa.

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