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Mit dem Bügeleisen an den Fluss gehen

06. Januar 2019

Bremen (dpa) - Eine Eselsmaske auf dem Kopf und dazu ein Bügeleisen in der Hand - wer läuft denn so rum? Und was hat der Mann am Flussufer vor? Dahinter steckt eine lustige Geschichte!

Der Mann ist Schneider. Deswegen hat er auch das Bügeleisen dabei. Er soll prüfen, ob die Weser «geiht» oder «steiht». Das ist Plattdeutsch für «geht» und «steht». Gemeint ist: Fließt das Wasser oder ist der Fluss zugefroren, so dass der Schneider auf die andere Uferseite laufen kann.

Genau das hatten Kaufleute in der Stadt Bremen vor fast 200 Jahren zum ersten Mal gewettet. Daraus wurde dann ein Brauch. Und den gibt es heute noch. Dabei ist die Weser schon seit mehr als 70 Jahren nicht mehr zugefroren! Den Spaß mit der Wette lassen sich die Leute trotzdem nicht entgehen. Der Schneider wurde am Sonntag einfach mit dem Schiff über den Fluss gebracht.

dpa.

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