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Ein Zoo im Gefängnis

15. August 2013

Muffin hat eigentlich alles, was ein Hängebauchschwein so braucht. Einen Stall, leckere Kohlblätter und ein Gehege zum Suhlen und Wühlen. Muffins Heim ist allerdings kein Ort, an dem Hängebauschweine normalerweise leben.

Muffin wohnt in einem Gefängnis in der Stadt Bremen - gemeinsam mit Hühnern, Schafen und einer Ziege. Haben die Tiere etwa etwas Verbotenes getan, weshalb sie in den Knast mussten?

Natürlich nicht! Die Häftlinge in dem Gefängnis sollen durch den kleinen Streichelzoo lernen, Verantwortung zu übernehmen. Denn sie dürfen die Tiere nicht nur streicheln, sondern müssen sie auch füttern, sauber machen oder den Mist wegkehren.

«Das ist der beste Job hier, ich bin gerne draußen an der Luft», sagt zum Beispiel der 23 Jahre alte Häftling Manni. Wie andere Häftlinge, die als Tischler, Schlosser oder Bildhauer in dem Gefängnis arbeiten, verdient er mit der Arbeit richtig Geld. Das braucht Manni zum Beispiel, um zum Gefängnisfriseur zu gehen oder sich Süßigkeiten zu kaufen. Den Rest bekommt er, wenn er freigelassen wird. Dann will Manni seine Ausbildung zum Gärtner zu Ende machen.

Nicht nur die Häftlinge in Bremen dürfen im Gefängnis mit Tieren zusammenleben. Das gibt es auch an anderen Orten in Deutschland. In einem Gefängnis in Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel züchten Straftäter Schweine. Und in einem Gefängnis in Bayern gehen Häftlinge mit Hunden spazieren.

dpa.

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