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13-Jähriger lässt Kinder ins Weltall schaukeln

Von dpa

PL privat/dpa

Einmal selbst ins Weltall fliegen: für viele Kinder ein Traum. Der 13-jährige Peter Lauras Theiss ist diesem Traum ein Stückchen nähergekommen. Vor kurzem erschien sein Kinderbuch «Fly me to the moon». In der Geschichte fliegt der Schüler selbst in einer Rakete zum Mond.

Peter Lauras, der gerne PL genannt wird, sagt: «Ich will die Kinder begeistern für die Raumfahrt.» Sie sollen sich beim Lesen genauso fühlen, wie die Astronauten in ihren Raumkapseln. In der Geschichte gibt es eine Weltraum-Schaukel mitten auf dem Schulhof. Sie funktioniert wie eine Startrampe und kann Kinder ins All schaukeln.

Aus einem A4-Blatt wird ein Buch

Die Idee dafür ist nach einem Vortrag in der Schule entstanden. Das war vor ungefähr zwei Jahren. In dem Vortrag hat PL vor der Klasse von seiner Reise nach Florida erzählt, einem Bundesstaat im Land USA. Dort hat der 13-Jährige den Astronauten Alexander Gerst getroffen. Und selbst einen Raketenstart miterlebt.

«Die Rakete war sehr laut», erinnert sich PL. «Der Boden hat ein bisschen gebebt. Ich habe die Hitze gespürt.» Das war eines der besten Erlebnisse seines Lebens, sagt der Schüler. Danach schaute er sich im Internet weitere Raketenstarts an.

Seine Lehrerin hat PL dazu ermutigt, aus seiner Geschichte ein ganzes Buch zu machen. So ging es los. «Am Anfang gab es ein A4-Blatt», erinnert sich PL. Ab da hat ihm ein erwachsener Co-Autor beim Schreiben geholfen, Fragen beantwortet und Korrektur gelesen. Nach und nach ist so das fertige Buch entstanden.

Irgendwann selbst zum Mond fliegen

Ende März kam dann der große Auftritt: Auf der Buchmesse in Leipzig hat PL vor einem großen Publikum aus seinem Buch vorgelesen. «Bei der Lesung war ich am Anfang sehr nervös, aber dann war ich nicht mehr so nervös», erzählt der junge Autor. Danach hat er sogar Autogramme gegeben. Dafür hat er seine Unterschrift vorher geübt.

An PLs Kinderzimmertür hängt ein großes Raketenposter. Wenn er erwachsen ist, will er Raumfahrtingenieur werden und für die Europäische Weltraumorganisation ESA arbeiten, sagt er. «Danach werde ich versuchen, Astronaut zu werden, und hoffentlich zum Mond fliegen.»

© dpa-infocom, dpa:240402-99-538873/2