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Zeugnissorgen teilen

Von dpa

Das Zeugnis ist immer mit Aufregung verbunden, manchmal auch mit Stress. Doch eines hilft meistens: darüber reden!

Es kribbelt im Bauch. Das Zeugnis steht an. In drei deutschen Bundesländern ist es jetzt soweit, alle anderen folgen in den nächsten Wochen. Denn jedes Schulkind bekommt ein Zeugnis. Die Noten darin können stressen, verwirren oder überraschen.

Nora Malmedie kennt sich damit aus. Sie arbeitet für die «Nummer gegen Kummer». Das ist ein kostenloses Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche.

Sorgen besprechen

Druck in der Schule ist das ganze Jahr Thema, sagt sie. Aber Zeugnisse können den Stress erhöhen: «Angst vor schlechten Noten und die Frage, wie es nach den Ferien weitergeht, sind dann Thema.»

Im Gespräch suchen ausgebildete Beraterinnen und Berater mit jedem Kind oder Jugendlichen eigene Lösungen. Aber ein Rat passt immer, sagt die Fachfrau: «Reden hilft». Wenn das mit den Eltern schwierig scheint, könnte man überlegen: «Gibt es noch eine andere Person, der man vertraut?» Von der könne man sich Unterstützung holen.

Man könne sich aber auch fragen, ob man wirklich so große Angst haben muss. «Es kann manchmal hilfreich sein, in die Vergangenheit zu gucken», rät die Fachfrau: «Vielleicht haben die Eltern da ja ganz cool reagiert.»

Nachfragen bei den Lehrkräften

Findet man eine Note ungerecht, kann man die Lehrkraft darauf ansprechen oder zum Beispiel einen Schulsozialarbeiter. Dann ändere sich zwar die Note nicht unbedingt, erklärt Nora Malmedie. Aber man erfährt, wie es dazu gekommen ist und was man besser machen könnte. 

Sie hat auch noch einen Tipp, wie man schlechte Zeugnisgefühle wieder loswird: «Auch mal dahin gucken, was ist gut gelaufen!» Denn die Noten spiegeln nicht die Leistung vom ganzen Schuljahr. «Es gibt sicher einzelne Fächer oder Situationen, die gut waren.» An die sollte man sich auch erinnern, sagt die Fachfrau.

Die «Nummer gegen Kummer» erreicht man unter der kostenlosen Telefonnummer 116111 (Montag bis Samstag 14-20 Uhr). Auch chatten oder mailen ist möglich.

© dpa-infocom, dpa:260625-930-281809/1