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Was Hitze alles anrichtet

Von dpa

Deutschland hat über mehrere Tage Hitzerekorde gesammelt. Die haben auch mit dem Klimawandel zu tun.

Die Rekorde purzeln, als ginge es um die Olympischen Spiele. Allerdings jubelt niemand über Hitzerekorde, die wir in Deutschland gerade erreichen. Dafür ist die Wärme zu anstrengend.

Die Hitzewelle lieferte mehrfach Temperaturen, die vorher noch nie gemessen wurden. Nur ein Beispiel ist die bisher wärmste Nacht. Die betrug im Ort Kubschütz im Bundesland Sachsen von Samstag auf Sonntag: 29,4 Grad Celsius. Tagsüber wurden an vielen Orten am Wochenende die 40 Grad übertroffen.

Klimawandel verstärkt Hitze

Der Grund für die Hitzewelle ist zwar ein Wetterereignis: Ein Hoch am Himmel lag eingeklemmt zwischen zwei Tiefs. So etwas kommt immer mal wieder vor.

Aber früher stiegen die Temperaturen in so einer Wetterlage nicht so extrem an. Das liegt am Klimawandel auf der Erde, den der Mensch ausgelöst hat, sagen Fachleute. Vor 50 Jahren wären diese Temperaturen praktisch unmöglich gewesen. Auch die Länge ist ungewöhnlich, schreibt der Deutsche Wetterdienst und erwartet: Solche Hitzewellen können nun öfter vorkommen.

Die sind für viele Menschen schwer zu ertragen. Manche macht sie sogar krank. Sie richtet auch noch andere Schäden an. So mussten mehrere Autobahnen gesperrt werden, weil die Fahrbahnen sich von der Hitze gewölbt hatten. In der Stadt Leipzig konnten keine Straßenbahnen mehr fahren. Eine Masse an den Gleisen war geschmolzen.

Hitze kostet Geld

Fachleute für die Wirtschaft schätzen, dass Hitzewellen Deutschland in Zukunft viele Milliarden Euro kosten könnten. Die Menschen schaffen nämlich oft weniger von ihrer Arbeit. Zugleich kostet es mehr Energie zum Beispiel Räume zu kühlen. 

Die Politikerin Katharina Dröge forderte ein Abkühl-Sofortprogramm für Deutschland. Sie meint damit, dass zum Beispiel Schulen und Krankenhäuser schnell Klimaanlagen brauchen. Die Energie dafür soll aber aus klimafreundlichen Solaranlagen gewonnen werden.

© dpa-infocom, dpa:260628-930-298631/1