
Ein Forscher entdeckt vor ungefähr 40 Jahren, dass man mit Eis am Südpol winzige Teilchen aus dem All aufspüren kann. Für diese Idee bekommt er nun den Nobelpreis für Physik.

So sieht das Eiswürfel-Labor am Südpol aus.

So sähe die Milchstraße aus, wenn man sie sozusagen durch die Augen eines Geisterteilchens betrachten würde.

Der Forscher Francis Halzen (auf dem Bildschirm) bekommt den Nobelpreis für Physik 2026 für seine Idee eines Eiswürfel-Labors, mit dem man Geisterteilchen aufspüren kann.
Winzige Teilchen fliegen durch deinen Körper und durch dein Zimmer. Du merkst nur nichts davon. Denn Neutrinos haben fast keine Masse. Deshalb werden sie auch Geisterteilchen genannt.
Neutrinos entstehen zum Beispiel in der Sonne und anderen Sternen. Wer sie untersucht, kann mehr darüber herausfinden, wie Sterne funktionieren. Doch Neutrinos treffen andere Teilchen sehr selten. Fast ungehindert schwirren sie durchs Weltall und durch alles bei uns auf der Erde, das Masse hat und Raum einnimmt. Materie nennen Fachleute das.
Nobelpreis für die Idee mit dem Eiswürfel
So sind die Geisterteilchen schwer aufzuspüren. Um sie nachzuweisen, brauchen Forschende große Mengen Materie aus möglichst reinen Stoffen wie Wasser.
Ein Wissenschaftler aus dem Land USA hat vor ungefähr 40 Jahren entdeckt, dass sich das Eis am Südpol zur Verfolgung von Geisterteilchen eignet. Er entwickelte Pläne, wie man mit einem riesigen Eiswürfel Neutrinos fangen könne. Das Eiswürfel-Labor ist seit rund 15 Jahren in Betrieb.
Für seine Idee und die Umsetzung bekommt der Forscher den Nobelpreis für Physik. Das ist eine der wichtigsten wissenschaftlichen Auszeichnungen.
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