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Hasen brauchen ein Versteck

Von dpa

Für Feldhasen ist das trockene Wetter derzeit gut. Es hilft dabei, die Jungtiere großzuziehen. Dafür sind auch Verstecke nötig.

Die gute Nachricht kommt passend zu Ostern: Die Zahl der Feldhasen in Deutschland ist zuletzt gleich geblieben und nicht etwa gesunken. Naturschützer zählen die Tiere schon seit einigen Jahren, weil sie sich Sorgen um sie machen.

Die Tiere mit den langen Ohren und langen Hinterbeinen brauchen gute Verstecke. Denn sie bauen keine Höhlen, sondern hocken in einer Mulde, Sasse genannt. Die ist umgeben von hohem Gras oder Büschen. Ihr grau-braunes Feld tarnt sie dabei hervorragend.

Mehr Büsche und Blühstreifen nötig

Aber solche Verstecke gehen verloren in der modernen Landwirtschaft mit großen Feldern. Es bleiben zum Beispiel keine Erntereste stehen und schützende Pflanzenstreifen am Ackerrand. So wird es für Feldhasen schwerer, Platz zum Leben zu finden.

Fachleute fordern deshalb mehr Blühflächen, die gut verteilt sind. So könnten die Hasen ungeeignete Agrarflächen besser überwinden.

Trockenes Wetter schützt Nachwuchs

In diesem Frühjahr meint das Wetter es aber gut mit den Tieren und ihrem Nachwuchs. Der kommt in den Wochen um Ostern zur Welt. Denn es hat wenig geregnet. «Die Feldhasen finden das super», sagt Fachmann Torsten Reinwald. So bleibt das Fell der Jungtiere trocken und wärmt sie gut. Nasses Fell ist für sie dagegen gefährlich.

Feldhasen leben zwar überall in Deutschland verteilt. Aber die meisten hoppeln im flachen Nordwesten umher. 

Das Hoppeln übrigens kommt von den Hinterbeinen, die viel länger sind als die Vorderbeine. Mit denen springen Feldhasen meterweit nach vorn und nach oben. Auch in ihre Sasse, also den Wohnort, springen sie mit Abstand hinein. Denn so hinterlassen sie Feinden keine Duftspur.

© dpa-infocom, dpa:260329-930-881939/1