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Elche wandern nach Deutschland

Von dpa

Ein Elch streift durch das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Fachleute vermuten: Die großen Tiere wandern in Zukunft häufiger nach Deutschland ein.

Achtung, Elche! In Ländern wie Schweden oder Norwegen warnen Verkehrsschilder vor den großen Tieren, weil sie dort recht häufig vorkommen. Im Norden von Deutschland warnt gerade die Polizei vor einem einzelnen Elch.

«Ein so großes Tier ist ungewöhnlich, deswegen haben wir die Warnmeldung herausgegeben», sagt eine Polizistin. Vor allem Autofahrer sollen aufpassen.

Der Elch wurde im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern in der Nähe der Ostsee gesichtet. Dabei sind die Tiere in Deutschland schon lange ausgestorben.

Elche schwimmen und wandern

Elche verbindet man zwar meist mit skandinavischen Ländern, zum Beispiel aus Schweden oder Finnland. Aber auch in unserem Nachbarland Polen gebe es freilebende Elche, sagt ein Naturschützer. Auf der polnischen Seite der Oder leben etwa 20 bis 30 der Tiere, sagt er. Die Oder ist der Grenzfluss, aber kein Hindernis für die Elche. Sie können gut schwimmen.

Die Tiere wandern auch bis zu 150 Kilometer am Tag auf der Suche nach Nahrung. Junge Elche suchen sich außerdem neue Reviere, wenn in einer Region immer mehr leben. Denn die Tiere sind Einzelgänger. Bei den Elchen, die nach Deutschland kommen, handelt es sich deshalb meist um junge Bullen, also männliche Elche.

Aufpassen im Straßenverkehr

Noch sieht man Elche bei uns sehr selten. Aber vermutlich leben im Bundesland Brandenburg bereits einige Tiere dauerhaft. Experten schätzen, dass man sie in Zukunft häufiger in Deutschland antreffen wird.

Dabei sollte man unbedingt Abstand halten. Elche sind größer und viel schwerer als ein erwachsener Mensch. Der Straßenverkehr ist für sie gefährlich. Bei einem Unfall mit einem Elch können aber auch Menschen und Fahrzeuge zu Schaden kommen. Daher stehen es in anderen Ländern auch die Verkehrsschilder.

© dpa-infocom, dpa:261008-930-808963/1