
Vor 65 Jahren schlossen Deutschland und die Türkei ein Abkommen, das Deutschland bis heute verändert hat.

In Deutschland leben rund drei Millionen Menschen mit türkischen Wurzeln.

Die türkischen Arbeitskräfte wurden in Deutschland Gastarbeiter genannt. Sie sollten nicht bleiben.

Deutschland und die Türkei schlossen vor 65 Jahren ein wichtiges Abkommen.
Die Nachnamen Yilmaz oder Demir sind zwar typisch für das Land Türkei. Doch auch in Deutschland heißen viele Leute so. Denn knapp drei Millionen Menschen in Deutschland haben Wurzeln in der Türkei, zum Beispiel, weil ihre Eltern dort geboren wurden.
Das hat mit einer Zeit vor 65 Jahren zu tun. Damals suchten viele Firmen in Deutschland nach Arbeitskräften. Doch im eigenen Land gab es zu wenige. Deshalb suchten die Firmen auch in anderen Ländern. Eines dieser Länder war die Türkei. Dazu schlossen die Türkei und Deutschland ein Abkommen: das Anwerbeabkommen. Die Türkei hoffte damals unter anderem, dass ihre Leute in Deutschland gut ausgebildet würden.
Menschen sollten nicht bleiben
Sowohl Deutschland als auch die Türkei nahmen damals an, dass die Menschen irgendwann wieder in ihre ursprüngliche Heimat zurückkehren würden. In Deutschland sprach man deshalb auch von Gastarbeitern und nicht von Zuwanderern.
Nach rund zehn Jahren wurde das Anwerbeabkommen gestoppt. Es gab genug Arbeitskräfte. Doch in die Türkei wollten viele Menschen nicht mehr zurück. Manche fühlten sich dort mittlerweile fremd. Außerdem war der Verdienst dort weiterhin niedriger als in Deutschland.
Typisch türkische Dinge auch in Deutschland
Etwa eine halbe Million Menschen gingen im Laufe der Zeit zurück. Knapp eine Million Türken und Türkinnen blieben aber in Deutschland. Auch deshalb gibt es hier mittlerweile viele Dinge, die typisch türkisch sind, zum Beispiel in der Musik oder beim Essen. Der Döner Kebab gehört wohl zu den beliebtesten Fast-Food-Gerichten Deutschlands. Außerdem gibt es in vielen Städten Moscheen. So nennt man die Gebetshäuser in der Religion Islam. Zu dieser Religion gehören viele Türkinnen und Türken.
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