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Bestimmen, wer welche Infos bekommt

Von dpa

Jeder Mensch kann entscheiden, was andere Leute, Behörden und Firmen über ihn wissen. Mit dem Begriff Datenschutz sind Regeln gemeint, die dieses Recht schützen. Das ist superwichtig.

Daten zu schützen klingt technisch. Doch es ist superwichtig. Am Dienstag hat sich der neue Chef einer Datenschutz-Behörde der Regierung vorgestellt. Hier erfährst du, warum man das Recht hat zu entscheiden, was andere über einen wissen.

Was bedeutet Datenschutz eigentlich?

Es geht dabei um ein Recht, das jeder Mensch in Deutschland hat: Man soll selbst darüber bestimmen können, wer welche Informationen über einen bekommt und wofür sie verwendet werden. Fachleute nennen das informationelle Selbstbestimmung. Mit dem Begriff Datenschutz sind alle Regeln, Institutionen und Maßnahmen gemeint, die dieses Recht schützen.

Was sind solche persönlichen Daten?

Alle Informationen, an denen man dich erkennen kann oder die etwas über dich erzählen, gehören dazu. Hier kommen Beispiele: dein Name, dein Geburtstag, deine Adresse und dein Standort, den du per Handy teilst. Auch Fotos, Videos und deine Stimme sind persönlich. Nachrichten, die du verschickst, sind es ebenfalls.

Warum ist es wichtig, diese Daten zu schützen?

Weil du ein Recht auf Privatsphäre hast. Du kannst nur darauf aufpassen, wenn du mitbestimmst, was du teilst. Außerdem kannst du überlegen, ob etwas für alle bestimmt ist und ob es okay ist, dass es später noch jemand sehen kann. 

Eine App will für die Anmeldung vielleicht deinen Namen, deine Adresse und dein Geburtsdatum. Solche Infos können aber auch verwendet werden, um zum Beispiel deine Interessen zu erraten, Werbung für dich auszuwählen oder herauszufinden, wo du bist. Im schlimmsten Fall können sie dabei helfen, jemanden zu betrügen oder auszuspionieren.

Wie werden diese Daten geschützt?

Wenn zum Beispiel eine App oder eine Behörde Daten verwendet, muss sie sich an Regeln halten und darf sie nicht für alle möglichen Zwecke benutzen. Oft gilt, dass Daten nach einer bestimmten Zeit wieder gelöscht werden müssen. Man hat immer das Recht zu fragen, was über einen gespeichert ist. Wenn einem etwas falsch oder unzulässig vorkommt, kann man sich beschweren. Das geht zum Beispiel online bei der Datenschutz-Behörde seines Bundeslandes.

© dpa-infocom, dpa:261006-930-797053/1