
Zwei Forscher aus Deutschland und einer aus den USA fanden heraus, wie man mit Hilfe eines bestimmten Eiweißes Nervenzellen mit Licht anschalten kann. Für ihre Entdeckungen gab es nun den Nobelpreis.

Diese drei Forscher bekommen den Medizin-Nobelpreis 2026.

Die zwei deutschen Forscher entdeckten bei Grünalgen ein Eiweiß, das auf Licht reagiert.

So sieht die Medaille aus, die Nobelpreisträger bekommen.
Unser Gehirn arbeitet äußerst kompliziert. Kein Wunder: Es steuert viele Vorgänge im Körper. Es sorgt unter anderem dafür, dass wir uns bewegen, atmen und lernen können. Auch Erinnerungen, Gefühle und Ideen entstehen mit Hilfe des Gehirns.
Wie was im Gehirn genau funktioniert, dafür haben zwei deutsche Wissenschaftler vor gut 20 Jahren eine wichtige Spur entdeckt. Sie fanden bei winzigen Grünalgen ein Eiweiß, das auf Licht reagiert. Ein Forscher aus dem Land USA zeigte später, dass sich mit Hilfe dieses Eiweißes bestimmte Nervenzellen gezielt mit Licht an- und ausschalten lassen. Das Verfahren heißt Optogenetik.
Lichtschalter wird als Therapie eingesetzt
Für diese Entdeckungen bekommen die drei Wissenschaftler den Nobelpreis für Medizin. Das wurde am Montag verkündet. Der Nobelpreis gilt als eine der wichtigsten wissenschaftlichen Auszeichnungen weltweit.
Mit der Optogenetik können Forschende untersuchen, welche Nervenzellen bestimmte Vorgänge und Verhaltensweisen beeinflussen. Dadurch erfahren sie mehr darüber, wie das Gehirn arbeitet. Auch für die Behandlung von Krankheiten könnte das Verfahren einmal wichtig werden. In der Augenmedizin wird das schon erprobt: Bei einzelnen blinden Menschen konnten Forschende damit einen Teil der Sehfähigkeit wiederherstellen.
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