
Wer bekommt dieses Jahr die wichtigsten Preise der Welt, die Nobelpreise? Das wird nächste Woche verkündet. Wir erzählen vorher schon einige spannende Geschichten rundherum.

Die Verleihung der Nobelpreise wird immer groß gefeiert. Vergangenes Jahr war auch die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel dabei.

So sieht es aus, wenn Gewinner des Nobelpreises verkündet werden.

Ein Nobelpreisträger für Physik zeigt seine Urkunde in der dunkelblauen Lederhülle.

So sieht die Urkunde für einen deutschen Nobelpreisträger aus, die er vor mehr als 100 Jahren erhielt.

Die Wissenschaftlerin Marie Curie erhielt einen Nobelpreis für Physik und einen für Chemie.

In Polens Hauptstadt Warschau steht ein Denkmal der polnisch-französischen Wissenschaftlerin Marie Curie.

Der vietnamesische Politiker Le Duc Tho (links) ist bisher der einzige, der einen Nobelpreis ablehnte.
Stockholm/Oslo – «BUMM!» Das stünde in einem Comic, wenn eine Erfindung von Alfred Nobel zum Einsatz kommt. Der Chemiker hat das Dynamit entwickelt. Seinen Namen hast du vielleicht schon mal gehört. Nach Alfred Nobel sind die Nobelpreise benannt, die wichtigsten Auszeichnungen der Welt. Sie werden seit 125 Jahren verliehen. Wir erzählen hier einiges rundherum.
Familie voller Superhirne
Was für Streber, könnte man denken. Denn aus der Familie Curie haben gleich mehrere Mitglieder einen Nobelpreis gewonnen: Erst erhielt das Ehepaar Marie und Pierre vor ungefähr 120 Jahren den Preis für Physik. Einige Jahre später bekam Marie Curie außerdem einen für Chemie. Später gewann ihre Tochter Irène mit ihrem Mann Frédéric ebenfalls den Chemie-Nobelpreis.
Verschiedene Farben
Eine Urkunde zum Aufhängen, ist die vom Nobelpreis eher nicht. Das handgeschriebene Diplom ist fest mit einer Hülle aus Leder verbunden. Das hat für jeden Preis eine andere Farbe: Dunkelblau für Physik, Rot für Chemie, Dunkelrot für Medizin, Dunkelbraun für Wirtschaftswissenschaft und Blau für Literatur. Die Urkunde für den Friedensnobelpreis ist in lila Leder gehüllt.
Einmal abgelehnt
Dass jemand den Nobelpreis nicht annimmt, ist einmal passiert. Im Jahr 1973 hätte ein Politiker aus dem Land Vietnam gemeinsam mit dem amerikanischen Außenminister den Friedensnobelpreis bekommen sollen. Doch Le Duc Tho lehnte ihn mit der Begründung ab, dass noch kein Frieden in Vietnam herrsche.
Keine Preise für Tote
Das klingt irgendwie logisch. Doch bis vor ungefähr 50 Jahren konnten Menschen auch nach ihrem Tod mit dem Preis ausgezeichnet werden. Posthum sagen Fachleute dazu. Das war zweimal der Fall. Einmal starb außerdem ein Preisträger zwischen der Bekanntgabe und der Verleihung.
Lange geheim
Jetzt verratet doch mal, wer noch für den Preis im Rennen war. Nichts da! Die Kandidaten, die es nicht wurden, bleiben 50 Jahre geheim. Wer wen für einen Nobelpreis vorgeschlagen hat, darf erst danach bekanntgegeben werden. Ausgewählte Experten und Expertinnen weltweit machen die Vorschläge. Die endgültige Entscheidung trifft eine größere Versammlung.
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