
Ein Bad in der Wohnung ist doch viel schöner als ein Klo im Treppenhaus. Das ist ein Grund, warum früher viele Menschen in moderne Plattenbauten ziehen wollten.

Die roten Häuser gelten als der erste Plattenbau. Dahinter sieht man neuere solcher Siedlungen.

Ein Plattenbau-Hochhaus besteht aus vielen gleichen Bauteilen.

Solche Häuser zu bauen, ging mit der Platten-Technik schneller und war billiger.
Die Menschen brauchen Wohnungen, und zwar schnell und billig. Der Satz klingt aktuell, das Problem ist aber alt. Eine Lösung dafür entstand schon vor genau 100 Jahren: der Plattenbau.
Platte heißt es, weil Gebäude dafür aus fertigen Betonteilen gebaut wurden. Diese Technik spart auf der Baustelle Zeit und Geld, wenn eine Fabrik jede Menge gleich aussehende Teile anfertigt und liefert. Die erste Plattenbausiedlung entstand 1926 in Berlin. Das waren eher kleine Häuser.
Neubau statt Altbau
Später wurden vor allem in dem Teil Deutschlands, der früher DDR hieß, riesige Plattenbausiedlungen gebaut. In wenigen Jahren entstanden Wohnungen für Zehntausende Menschen.
Gerade einmal 18 Stunden soll es gedauert haben, eine Wohnung auszubauen, berichtet ein Fachmann. Die Neubau-Wohnungen mit modernen Bädern waren begehrt. In vielen alten Häusern musste man zu der Zeit zum Klo aus der Wohnung ins Treppenhaus.
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