
Im Klassenzimmer ist es viel zu heiß zum Lernen. Das klingt nach Hitzefrei. Aber das Thema ist schwierig. Die Bundesschülerkonferenz hat Ideen, wie der Sommer in Schulen erträglicher werden könnte.

Zwei Kinder stehen mit ihren Ranzen im Sonnenschein. Bei so einem Wetter kann man sich wohl nur schlecht auf den Unterricht konzentrieren.

Ein leerer Klassenraum: Ob es Hitzefrei gibt, entscheidet in der Regel die Schulleitung.

Zum Thema Hitzefrei gibt es keine einheitlichen Regeln.

Wird es im Klassenraum zu warm, kann man sich schlecht konzentrieren.
Puh, bei einer schwierigen Matheaufgabe bricht einem manchmal eh schon der Schweiß aus. Ist es dann noch ein superwarmer Vormittag, ist an Lernen kaum zu denken. «In einer zu heißen Umgebung können sich Schüler nicht ausreichend auf den Unterricht konzentrieren», sagt auch Quentin Gärtner von der Bundesschülerkonferenz. Vielen bleibt dann wohl nur noch ein Gedanke: Hitzefrei!
So einfach ist das mit Hitzefrei aber nicht. Es gelten keine einheitlichen Regeln für Schulen in Deutschland, die festlegen: Wann ist es zu heiß für den Unterricht?
Meistens entscheidet die Schulleitung, ob es Hitzefrei gibt. Im Bundesland Nordrhein-Westfalen geht das zum Beispiel bei mehr als 27 Grad Celsius im Klassenzimmer. In Baden-Württemberg müssen draußen um 11 Uhr mindestens 25 Grad Celsius im Schatten sein.
Regeln finden und Ausstattung anpassen
Es ist also ein kompliziertes Thema. Auf Deutschland kommen Fachleuten nach aber immer mehr Hitzetage zu. «Wenn es durch den Klimawandel immer heißer wird, müssen Schulen besser gebaut oder erneuert werden», findet deswegen Quentin Gärtner. Politikerinnen und Politiker müssten sich bewusst sein, dass der Schulbau einen Einfluss darauf hat, wie gut Schulkinder lernen. Gegen die Hitze schlägt er auch Klimaanlagen und Trinkwasserspender vor.
Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass Sportveranstaltungen wie die Bundesjugendspiele nicht kurz vor den Sommerferien stattfänden, meint Quentin Gärtner. «Sind die Temperaturen zu hoch, sollten solche Sportveranstaltungen verschoben werden.»
An vielen Schulen gelten Vorschriften, wie man sich kleiden soll. Mit Blick darauf müssten Schulen auch Wege finden, dass es allen trotzdem gut ginge, sagt Quentin Gärtner. «Für uns als Schülervertretung ist klar, dass Schule ein Ort sein muss, an dem sich alle wohlfühlen.» Das gilt ja wohl für heiße und auch kühle Tage.
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