
Im März ist Frühlingsbeginn. Doch schon davor werden einige Tiere wieder aktiv und zeigen uns, dass die Natur erwacht.

Zwei Kraniche werben um Weibchen.

Meisen überwintern bei uns.

Hummeln werden als erste Insekten aktiv.

Kröten wandern zu ihrem Gewässer.
Wie beginnt der Frühling für dich? Mit summenden Insekten oder Vogelgezwitscher? Für Wetterfachleute ist am 1. März Frühlingsbeginn, im Kalender ist es der 20. oder 21. März. Die Natur erwacht aber schon davor. Erste Pflanzen fangen an zu wachsen. Auch einige Tiere sind früh dran.
Vögel zum Beispiel. Zugvögel kehren aus wärmeren Gegenden zu uns zurück. Welche, das hängt auch von der Strecke ab, die sie zurücklegen müssen.
Vögel balzen
Kraniche sind Kurzstreckenzieher. Sie können schon Ende Januar wieder zurückkehren, so wie in diesem Jahr. Die ersten Kraniche sichern sich die besten Brutplätze und fangen mit ihren Balztänzen an. Damit stimmen sie sich auf die Paarung ein.
Weißstörche gehören zu den Langstreckenziehern. Sie kommen meist erst später aus Afrika zurück. «Die ziehen jedes Jahr plus, minus ein paar Tage wirklich zur gleichen Zeit los und kommen auch fast immer zur gleichen Zeit wieder zurück», erklärt Janice Pahl vom Naturschutzbund Nabu. Denn weil die Strecke so weit ist, können sie nicht spontan entscheiden loszufliegen je nachdem wie kalt es noch ist.
Andere Vögel wie Amseln, Blaumeisen und Kohlmeisen überwintern bei uns. Sie beginnen im März zu balzen, ein Nest zu bauen und dann zu brüten. Wir hören dann ihren Gesang, der uns den Frühling anzeigt.
Insekten fliegen
Bei den Insekten sind die Hummeln mit die Ersten. Genauer sind es die Hummelköniginnen, die aus ihren Winterquartieren kommen. Manche sind schon Ende Februar wieder aktiv. Das hängt vom Wetter ab. Auch durch ihren Pelz können sie der Kälte besser standhalten, sagt die Expertin.
Ab März schlüpfen in den Nisthilfen dann auch die Mauerbienen. Zuerst die Männchen, dann die Weibchen. «Das ist immer eine schöne Beobachtung und auch vielleicht für den einen oder anderen so ein bisschen das Einläuten in die warme Jahreszeit», meint Janice Pahl.
Von den Schmetterlingen ist der Zitronenfalter einer der Ersten. Er überwintert als Falter. Im Vergleich zu anderen Schmetterlingen macht ihm die Kälte weniger aus. Andere Arten überwintern noch länger als Raupe oder Puppe.
Kröten wandern
Ungefähr Ende Februar bis Anfang März kommen auch die Kröten aus ihren Winterquartieren. Sie wandern zu Gewässern, um sich fortzupflanzen. Wird es zwischendurch noch einmal sehr kalt, können sie auch wieder in Verstecken in die Winterstarre gehen.
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